Segeln America's Cup
Kröger: "Der Höhepunkt einer langen Reise"

Tim Kröger gilt als einer der erfahrensten Segler Deutschlands. Beim 33. America's Cup kämpft der Hamburger erstmals für sein Heimatland um die Kanne. "Das habe ich mir immer gewünscht", sagte der 43-Jährige in Valencia.

Beim 31. America's Cup segelte Tim Kröger noch für Frankreich. Anschließend unterschrieb der Hamburger bei der Shosholoza aus Südafrika, kurz bevor das United Internet Team Germany gegründet wurde. Jetzt hat es für den 43-Jährigen endlich geklappt mit einer Cup-Kampagne für sein Heimatland. "Das ist für mich der Höhepunkt einer langen Reise", sagt Kröger im aktuellen Interview.

Frage: Wie fühlt es sich an, nach so vielen Jahren für ein deutsches Cup-Team zu segeln?

Tim Kröger: Das ist für mich der Höhepunkt einer langen Reise. Wenn man viel bei anderen Projekten im Einsatz war, und es nie die Chance gab, für das eigene Land zu segeln, bedeutet das eine echte Herausforderung. Zumal bei einer so erfolgsorientierten Kampagne wie dieser.

Frage: Wie gehen Sie mit dieser Herausforderung um?

Kröger. Indem ich ihr sehr gerne gegenüber trete. Denn das ist das, was ich mir immer gewünscht habe. Jetzt müssen wir nur noch den Erwartungen gerecht werden. Es gibt keine Ausreden mehr, für keinen hier.

Frage:: Damit wächst aber auch der Erfolgsdruck.

Kröger: Wenn man ein bisschen älter und erfahrener ist, dann ist man sich darüber im Klaren. Ich gehe ja nicht blauäugig in die Geschichte rein.

Frage: Seit wann steht Ihr Wechsel zum deutschen Team fest?

Kröger: Die Bestrebung von Jochen Schümann war es schon länger, ein deutsches Team auf die Beine zu stellen. Schon während des Sommers hat sich gezeigt, in welche Richtung es gehen wird. Es war immer so, dass ich oder auch Matti Paschen das Signal gesendet bekamen: Haltet die Füße still, da passiert schon was. Das haben wir dann getan - und nun stehen wir hier.

Frage: Was zeichnet die neue Mannschaft aus?

Kröger: Das hier ist ein Team mit einem Anspruch. In diesem Umfeld wird das eine Kampagne, die absolut erfolgsorientiert ist. Wir sind alle bereit, ordentlich Gas zu geben. Jeder, der hier mitmacht, ob international oder deutsch, wird sich ganz schön strecken müssen, um mit Leistung zum Erfolg zu kommen.

Frage: Welches Resultat streben Sie an?

Kröger: Wir haben durch unseren frühen Start einen Vorsprung. Unsere Konstrukteure und Designer arbeiten sehr intensiv an dem neuen Boot, das für uns alle eine fantastische Herausforderung wird. Daher ist es schwer, etwas zu sagen. Ich werde einen Teufel tun, mich auf Platzierungen festnageln zu lassen. Das haben viele vor mir schon gemacht und sind dabei fürchterlich baden gegangen.

Frage: Das neue Boot wird äußerst anspruchsvoll. Wartet nun noch mehr Krafttraining auf Sie?

Kröger: Wir werden alle viel Zeit im Kraftraum verbringen, um dem Boot gewachsen zu sein. Das steht völlig außer Frage. Jochen legt einen sehr hohen Wert auf athletisches Segeln. Am Ende werden wir alle in erster Linie Sportler sein. Das ist ein Anspruch, dem wir uns gerne unterordnen.

Frage: Um am Ende erfolgreich zu sein?

Kröger: Wir werden diese Last schultern - mit einem Lächeln. Es wir spannend, als eines der ersten Teams ein neues Boot zu segeln. Die Erwartungen, die wir an das neue Boot stellen, und die das neue Boot auch an uns stellt, werden sehr hoch.

© SID

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