Segeln America´s Cup
Team Germany erkennt den Ernst der Lage

Bei den 12. Vorbereitungsrennen zum 32. America´s Cup in Valencia reichte es für das United Internet Team Germany erneut nur zu Platz elf. "Jetzt müssen wir beweisen, dass wir das viele Geld wert sind", so Jesper Bank.

Der Erfolg blieb erneut aus und die Misserfolge häufen sich. Der Druck beim deutschen Segel-Syndikat Team Germany wächst und Skipper Jesper Bank weiß um den Ernst der Lage. "Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Jetzt müssen wir beweisen, dass wir das viele Geld wert sind", sagt der Däne, nachdem es bei den 12. Vorbereitungsrennen (Act 12) für den 32. America"s Cup 2007 in Valencia erneut nur zum elften und damit vorletzten Platz des Endklassements gereicht hat.

Einmal mehr lief es für den ersten deutschen Teilnehmer in der 155-jährigen Geschichte der Veranstaltung nicht so gut wie erwartet. Auch wenn es zum Abschluss von Act zwölf immerhin für zwei Siege gegen das Team China reichte. "Das war kein Trostpflaster für uns, das war Pflicht. Alles andere wäre einer Katastrophe gleichgekommen", meint Bank, der ursprünglich den siebten Rang angepeilt hatte.

Insgesamt konnten die Deutschen in diesem Jahr von 26 Matchraces nur vier gewinnen. Die Verantwortlichen führen diese Negativserie vor allem auf ihr veraltetes Boot zurück, dessen technische Möglichkeiten ausgereizt seien. Erst im kommenden Jahr lässt die mit einem 50-Millionen-Euro-Etat ausgestatte Kampagne ihre neue Yacht Germany I erstmals unter Wettkampfbedingungen zu Wasser. In zwei Wochen wird der rund zehn Mill. Euro teure "Hoffnungsträger" von Kiel nach Valencia überführt.

Bank ist von den Qualitäten des neuen Bootes überzeugt und hält weiter an dem Ziel fest, bei den Qualifikationsregatten für den America"s Cup im kommenden Jahr ins Halbfinale vorstoßen zu wollen. "Die spanische Yacht Desafio Espanol segelt auch um den vierten Platz. Da können wir hinkommen, wenn uns das nicht gelingt, machen wir etwas nicht richtig", behauptet der 49-Jährige.

Auf dem Weg zum Cup soll die 26-köpfige Segel-Mannschaft des Team Germany weiter verstärkt werden. "Wir werden Leute mit Cup-Erfahrung holen, die es gewohnt sind, auf hohem Niveau das Boot weiter zu entwickeln", sagt Bank und zieht seinen Optimismus aus den Leistungen anderer Crews, die auf ähnlichem Niveau angesiedelt sind: "Die Italiener vom Team Capitalia, die Schweden und die Südafrikaner haben sich in den vergangenen drei Monaten wahnsinnig gesteigert. Das zeigt uns, wie sehr man sein Material weiter entwickeln kann. Das war ein Augenöffner für uns."

In den kommenden Wochen machen die deutschen Segler erst einmal Urlaub, bis sie Anfang August gemeinsam mit den Teams BMW Oracle Racing (USA) und Shosholoza (Südafrika) vor Kiel die Werbetrommel für den America s Cup rühren.

© SID

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