Segeln America's Cup
Team Germany setzt beim Bootdesign auf Kreativität

Nicht nur auf dem Wasser, auch an Land hat das United Internet Team Germany die Weichen in Richtung Zukunft gestellt. Ein internationales Designteam soll eine wettbewerbsfähige Yacht für den 33. America's Cup kreieren.

Ein "Geschoss" soll es werden, wenn es nach Jochen Schümann geht. Ein Boot, "mit dem ein normaler Segler nichts anfangen kann", das zugleich "Fitness, Koordination, Kraft und Bootsgefühl" erfordert. Kein Wunder also, dass das United Internet Team Germany in den vergangenen Wochen nicht nur in seine neue Crew investiert, sondern auch Weichen im Bereich Bootdesign gestellt hat.

Innerhalb weniger Wochen wurde ein internationales Designteam aufgestellt, das basierend auf den neuen Design-Regeln ein wettbewerbsfähiges Boot für den 33. America's Cup kreieren soll. Eine entscheidende Rolle wird aber auch der Faktor Zeit spielen. Die neue Yacht muss rechtzeitig ins Wasser gebracht werden, um den Seglern Zeit zum testen und trainieren zu geben.

Unterschiedliche Kulturen und Generationen

Gefordert sein wird daher die Kreativität der derzeitig 20 Designer. Für den Rumpf stehen mit Jason Ker (36 Jahre, bislang Shosholoza), Bernard Nivelt (59, Areva Challenge) und Roland Kleiter (33, Team Germany) Vertreter unterschiedlicher Kulturen und Generationen im Mittelpunkt.

Die verschiedenen Einflüsse können angesichts der großen Herausforderung nur hilfreich sein. "Beim 32. America's Cup ging es darum, die bestehende Klasse zu optimieren. Von diesen Booten wurden ja immerhin fast 100 gebaut", so Strukturingenieur Dr. Marc Wintermantel: "Im kommenden America's Cup geht es mehr um Kreativität. Alle fangen bei Null an. Dem Einfallsreichtum eines Designteams kommt wesentlich mehr Bedeutung zu."

"Maximum an Kreativität" als Ziel

Wie das Segelteam ist auch das Design- und Technikteam beim United Internet Team Germany international aufgestellt. Oliver Kayser, als Technischer Direktor für Partner Porsche Consulting im Einsatz, sieht gerade hierin eine besondere Stärke: "Wir bringen unterschiedliche Nationalitäten und Teamkulturen zusammen, um letztendlich auch durch die Vielfältigkeit der Sichtweisen und den damit verbundenen Ideenreichtum das Maximum an Kreativität in die neuen Boote einfließen zu lassen."

Mit dem Bau der neuen Yacht soll Anfang des nächsten Jahres auf der Knierim-Werft in Kiel begonnen werden. Erstmals bei offiziellen Rennen eingesetzt wird die neue Bootsklasse nach aktuellem Stand im April 2009.

© SID

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