Ski alpin Weltcup
Defago wird Super-Kombinations-Sieg aberkannt

Nachdem Didier Defago überraschend die erste "Super-Kombination" dieser Weltcup-Saison gewonnen hatte, musste er kurze Zeit später den Sieg wieder hergeben. Der Schweizer hatte nicht zugelassene Ski benutzt.

Die Freude war nur von kurzer Dauer. Der Schweizer Didier Defago musste seinen gerade errungenen Sieg bei der ersten "Super-Kombination" dieser Weltcup-Saison in Val d´Isere wieder hergeben. Der 28-Jährige hatte zunächst in 2:42,96 Minuten über den Österreicher Michael Walchhofer (2:43,15)und Rainer Schönfelder (Österreich/2:43,32) triumphiert. Doch nur 30 Minuten nach seinem Zieleinlauf wurde Defago wieder disqualifiziert, da er nicht zugelassene Ski benutzt hatte, auf denen eine zu hohe Bindungsplatte montiert war. Der zuvor Zweitplatzierte Walchhofer wurde zum Sieger erklärt.

"Es tut mir für Didier total leid. Der Abstand zwischen Schuh und Skikante war zu hoch. Da mussten wir leider disqualifizieren", sagte der deutsche Renndirektor Günter Hujara. Aus dem zweiten Weltcup-Sieg für Defago und dem ersten für die Eidgenossen seit Februar 2004 wurde somit nichts.



Österreicher dominieren Weltcup-Wochenende

Umso erfolgreicher war dadurch aber das Wochenende für die Österreicher. Bei der Abfahrt am Samstag im französischen Val d´Isere nahm "Team Austria" das Siegertreppchen noch komplett in Beschlag. Bei der "Super-Kombination" am Sonntag durchbrach alleine Bode Miller (USA) als Dritter die rot-weiß-rote Phalanx. Der exzentrische Star der Szene behauptete dadurch seine Führung im Gesamt-Weltcup. Weniger gelungen verlief das Wochenende dagegen für Hermann Maier (Österreich). Nach Platz neun am Samstag verzichtete er nach Platz 17 zur Halbzeit in der Kombination auf den finalen Slalom. "Ich habe Material getestet", sagt der "Herminator": "Jetzt bestrafe ich mich selbst und fahre mit dem Auto zurück nach Salzburg."

Für die Starter des Deutschen Skiverbandes (DSV) standen die Rennen beim 50. "Kriterium des ersten Schnees" unter dem Motto "Erfahrung sammeln". Weltcup-Punkte gab es erneut keine. Bei der "Super-Kombi" kam Johannes Stehle (Obermaiselstein/2:52,60) auf den 35. Rang, Stephan Keppler (Ebingen) schied als 47. nach der Abfahrt beim Torlauf aus.

Margreiter: "Ich schaue nicht auf Ergebnisse"

Auch bei der Abfahrt am Samstag auf der traditionsreichen Piste "Oreiller-Killy" ("OK"), die nicht zu den anspruchsvollsten Strecken gehört, aber jeden noch so kleinen Fehler bestraft, zahlten Stehle und Keppler Lehrgeld. Rang 54 und 55 standen letztlich für die 24 und 22 Jahre alten Athleten zu Buche. "Für die Beiden ist es nur Training, ich schaue nicht auf die Ergebnisse", betonte Cheftrainer Werner Margreiter gelassen.

Ganz ohne Wettkampf-Druck konnte sich am Wochenende Felix Neureuther (Partenkirchen) auf das Training konzentrieren. Nach Absprache mit Margreiter verzichtete der gute Slalom-Läufer auf die Kombination. "Er soll sich im Europacup beweisen, um im Slalom stabil zu bleiben. Das hat für ihn Priorität", betonte Margreiter. Wenn am Montag in Madonna di Campiglio der zweite Weltcup-Torlauf der Saison ansteht, ist Neureuther aber wieder dabei.

© SID

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