Ski alpin Weltcup
Larsson gewinnt in Alta Badia, Neureuther patzt

Der Schwede Markus Larsson hat den Weltcup-Slalom in Alta Badia gewonnen und damit seinen zweiten Weltcupsieg eingefahren. Die deutsche Slalom-Hoffnung Felix Neureuther patzte im zweiten Durchgang und fiel weit zurück.

Der Schwede Markus Larsson hat den alpinen Weltcup-Slalom in Alta Badia gewonnen. In einer Gesamtzeit von 1:44,51 Minuten lag er bei seinem zweiten Weltcupsieg vor dem US-Amerikaner Ted Ligety (1:44,70) und Ivica Kostelic aus Kroatien (1:44,99).

Die deutsche Hoffnung Felix Neureuther, im Slalom zuvor in Beaver Creek Dritter, fiel nach Rang sechs im ersten Durchgang nach einem Fahrfehler im zweiten Lauf auf Rang 18 zurück (1:45,98). Alois Vogl aus Zwiesel und Stefan Kogler (Schliersee) waren auf der Piste "Gran Risa" im ersten Durchgang ausgeschieden.

"So ein Mist! Ich habe einen Sieg verschenkt. Der Fehler, den ich im flachen Teil gemacht habe, war einfach tödlich", war Neureuther nach seinem Patzer untröstlich. In einer Gesamtzeit von 1:45,98 hatte der Deutsche 1,47 Sekunden Rückstand auf Larsson, der nach dem ersten Lauf noch einen Platz hinter dem Deutschen auf Rang sieben gelegen hatte. "Ich habe gesehen, dass ich mit einem Siegfahrer mithalten kann", tröstete sich Neureuther, der sich aber über seine "eigene Dummheit"ärgerte.

Konstant in der Weltspitze

Dennoch: Nach dem dritten Platz im Slalom vor zwei Wochen in Beaver Creek und Platz 13 im Riesenslalom am Sonntag auf der Gran Risa von Alta Badia hat Neureuther auch am Montag bestätigt, dass er mittlerweile zu den besten Skifahrern der Welt gehört. "Was er hier gezeigt hat, war sehr gut", sagte Alpinchef Wolfgang Maier: "Er kann kontinuierlich in der Weltspitze mitfahren und ist nicht mehr zu vergleichen mit dem Felix der vergangenen Saison."

Damals fuhr der 22 Jahre alte Draufgänger noch zu häufig im Harakiri-Stil an den Toren vorbei, nun punktet er konstant. "Felix hat sich in allen Bereichen verbessert, bei ihm passt derzeit alles zusammen", sagte Cheftrainer Werner Margreiter. Von Italiens Legende Alberto Tomba, die an der Strecke zusah, gab es ein Extra-Lob: "Ich halte viel von ihm. Er wird es ganz nach oben schaffen."

Wie Neureuther hatte auch Alois Vogls allen Grund, sich zu ärgern. Seine Fahrt dauerte nur wenige Sekunden, bereits nach dem vierten Tor "bin ich in eine Welle gefahren, dann war es vorbei", sagte er über sein Missgeschick. Nach Platz 21 im ersten Slalom des Winters in Levi und dem Aus in Beaver Creek ein weiterer Rückschlag für den Bayerwälder. "Im Großen und Ganzen sch....", nannte er seine Situation: "Aber ich erlebe das nicht zum ersten Mal und werde damit fertig werden."

Österreicher können Durstrecke nicht beenden

Trost fand Vogl bei Tochter Lena, zu deren fünftem Geburtstag er nach dem Rennen eilte. Und auch Slalom-Trainer Wolfgang Erharter fand trotz der mäßigen Resultate Positives. "Luis ist an jedem Tag in der Lage, ein Rennen zu gewinnen", sagte er. Im Training zeigt der 34-Jährige seinen jüngeren Kollegen noch des Öfteren, was eine Ideallinie ist und auch gesundheitlich hat er sich im Vergleich zu vergangenen Jahren stabilisiert. "Jetzt geht es wieder zum Training und dann wird es schon bald wieder krachen", versprach Vogl.

Ähnliches hofft man in Österreich. Das erfolgsverwöhnte Team des ÖSV blieb auch im elften Wettbewerb in Serie sieglos - und holte beim Slalom sogar nicht einmal Weltcup-Punkte, was zuletzt vor über 20 Jahren der Fall war. Eine längere Durststrecke hatte es zuletzt vor fast 16 Jahren gegeben: Von März 1991 bis März 1992 betrat 35-mal in Folge kein "Ösi" den obersten Podestplatz. Ab Mittwoch will die Alpenrepublik bei den Heimrennen in Hinterstoder (Super-G und Riesenslalom) endlich wieder jubeln.

© SID

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