Ski alpin Weltcup
Miller fährt in Hinterstoder auf und davon

Fast acht Zehntelsekunden machten am Ende des Weltcup-Super-G von Hinterstoder den Unterschied zugunsten von Bode Miller aus. Der US-Amerikaner verwies Peter Fill (Italien) und Hermann Maier (Österreich) auf die Plätze.

Der US-Amerikaner Bode Miller hat den Weltcup-Super-G im österreichischen Hinterstoder gewonnen. Der 29-Jährige lag bei seinem 24. Weltcupsieg, dem dritten in dieser Saison, in 1:09,76 Minuten deutlich vor dem Italiener Peter Fill (1:10,55) und dem Österreicher Hermann Maier (1:10,70).

Derweil scheint die Krise der österreichischen Ski-Rennläufer kein Ende zu nehmen. Während Bode Miller aus den USA im Stile eines Hasardeurs beim Super-G in Hinterstoder zum dritten Mal im WM-Winter auf Platz eins raste, wartet das selbst ernannte "Powerteam" bereits seit zehn Weltcup-Wettbewerben auf den zweiten Erfolg dieser Saison. Als bester Deutscher kam Johannes Stehle (Obermaiselstein) auf Rang 38.

"Herminator" hadert mit eigener Leistung

"Herminator" Maier war mit Startnummer 30 einmal mehr die letzte Hoffnung der Österreicher, doch ein Garant für Siege gerade in seiner Spezialdisziplin Super-G ist der 34-Jährige derzeit nicht. "Ich bin einfach ganz schlecht gefahren, wirklich schlecht", räumte er ein, behauptete aber: "Es ist noch einiges drin." Immerhin stand Maier nach 15 Rennen erstmals wieder auf dem Treppchen. Als einziger Österreicher hatte es in dieser Saison bislang nur Benjamin Raich nach ganz oben geschafft: Der Gesamtweltcupsieger war gleich beim ersten Rennen des Winters im finnischen Levi erfolgreich.

Der dominierende Läufer im Weltcup bleibt unterdessen Miller. Der US-Amerikaner, bei Olympia 2006 ohne Medaille geblieben, gewann bei zweitweiligem Nebel und auf verkürzter Strecke in der Zeit von 1:09,76 Minuten. Fill lag bereits 0,79 Sekunden zurück, Maier 0,94 Sekunden. "Bode ist einfach ein wilder Hund. Selbst mit Fehlern ist er kaum zu schlagen", sagte der Zweitplatzierte über den Sieger, der auch die Führung im Gesamtweltcup übernahm. "Ich habe volles Risiko genommen, die anderen haben vielleicht nicht gewusst, wo man Risiko nehmen kann", sagte Miller.

Strecke für die Deutschen zu anspruchsvoll

Die beiden deutschen Starter kamen mit der technisch durchaus anspruchsvollen Piste und den wechselnden Sichtverhältnissen nicht zurecht. Stehle kam mit 2,30 Sekunden Rückstand auf den Sieger ins Ziel, Stephan Keppler belegte mit 2,53 Sekunden Rückstand Rang 47. Der bislang beste deutsche Speed-Fahrer, in diesem Winter immerhin schon zweimal hervorragender Achter, war anschließend niedergeschlagen: "Ich bin enttäuscht, ich hatte von oben bis unten Fehler. Der Kurs war schwieriger als er aussieht, aber bei mir war auch die Sicht schlecht. Ich bin auch fast im Blindflug runtergegangen."

© SID

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