Ski alpin Weltcup
Neureuther wedelt sich in Zagreb auf Platz neun

Ski-Rennläufer Felix Neureuther hat beim Weltcup-Slalom in Zagreb eine gute Leistung gezeigt. Der Partenkirchener landete auf dem neunten Rang, Mario Matt (Österreich) siegte.

Mit einem couragierten Finallauf hat sich Ski-Rennläufer Felix Neureuther beim Weltcup-Slalom vor den Toren der kroatischen Hauptstadt Zagreb auf den neunten Platz verbessert. Den 60 000 Euro schweren Jackpot knackte zwar ein Österreicher, doch Neureuther fühlte sich nicht wie ein Verlierer. Den Sieg und die Rekordprämie im alpinen Weltcup sicherte sich der Weltmeister Mario Matt aus Österreich.

"Ich bin sehr zufrieden mit meinem Auftritt", sagte Neureuther, der auf dem Berg Sljeme noch mit den Nachwirkungen einer schweren Grippe zu kämpfen hatte. "Ich bin noch nicht wieder hundertprozentig fit. Es wird zwar von Tag zu Tag und von Lauf zu Lauf besser, aber am Ende hat die Kraft leider nachgelassen", sagte der 23-Jährige.

Vor einer Woche hatte ihn die Grippe bei seinem Heimrennen eine Topplatzierung gekostet, und auch in Zagreb war noch mehr drin. Doch Neureuther gab zu, "dass ich einige Fehler gemacht habe. Das hat den Ausschlag gegeben, dass ich nicht ganz vorne war." Er durfte sich mit immerhin 2 500 Euro Preisgeld und der Tatsache trösten, dass er seinen fünften Platz in der Disziplin-Wertung behielt.

Dort führt weiter Jean-Baptiste Grange mit 462 Punkten, doch Matt ist mit seinem dritten Saisonerfolg zwei Rennen vor dem Ende des Ski-Winters auf 57 Zähler an den Franzosen herangerückt. In der Gesamtwertung behielt Bode Miller (USA) Rang eins vor Benjamin Raich (Österreich), obwohl sich Miller bei dem sehr knappen Rennen nicht für den zweiten Lauf qualifizierte und Raich im Finale ausschied.

Beim engsten Slalom seit acht Jahren trennten die Top-10 nur 1, 08 Sekunden; Neureuther hatte 1,03 Sekunden Rückstand auf Matt. Der entschied in einer Gesamtzeit von 1:51,36 Minuten zum elften Mal ein Weltcup-Rennen für sich. "Es war sehr schwer heute", sagte Matt über das Rennen, das vor allem im ersten Durchgang kurios verlief: Weil die Sicht besser und die Piste mit zunehmender Renndauer immer griffiger wurde, rutschten zahlreiche Starter mit einer hohen Nummer noch ins Finale - manche Favoriten dagegen stürzten.

Hinter Matt versetzte Lokalmatador Ivica Kostelic (1:51,69) als Zweiter seine 25 000 Landsleute im Zielstadion in absolute Extase. Seine Familie, darunter die berühmte Schwester Janica, jubelte ihrem persönlichen Helden zu. Auf Rang drei kam der Österreicher Reinfried Herbst (1:51,76).

Ähnlich eng wie bei der Männer-Premiere auf der "Crveni Spust" (schwarze Piste) von Zagreb war es zuletzt im Januar 2000 in Wengen zugegangen, als die besten Zehn nur durch 1,04 Sekunden getrennt wurden. "Krass, ein wirklich cooles Rennen", fand Neureuther, und Ski-Legende Marc Girardelli meinte: "Ich habe noch nie ein so enges Ergebnis gesehen.'

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%