Ski alpin Weltcup
US-Amerikaner Rahlves auch in Wengen vorn

Daron Rahlves hat die Weltcup-Abfahrt in Wengen (Schweiz) für sich entschieden. Der 32 Jahre alte US-Amerikaner siegte in 2:30,54 Minuten vor den Österreichern Michael Walchhofer und Fritz Strobl.

In diesem Weltcup-Winter bleibt Ski-Abfahrtsläufer Daron Rahlves aus den USA weiter das Maß aller Dinge. Nach den Rennen in Beaver Creek und Bormio gewann der 32 Jahre alte Kalifornier auch den Klassiker im Schweizer Wengen. Rahlves siegte am Lauberhorn in 2:30,54 Minuten vor den Österreichern Michael Walchhofer (0,40 Sekunden zurück), Fritz Strobl (1,06) und Hermann Maier (1,29). Deutsche Läufer waren nicht am Start.

"Das ist eines der großartigsten Rennen, und hier zu gewinnen, ist schon etwas Besonderes", sagte Rahlves im Zielraum der 4 480 Meter langen Strecke vom Lauberhorn, die er in 2:30,54 Minuten absolvierte - und damit mit einem Durchschnittstempo von etwa 108 km/h.

Kitzbühel und Turin auf der Liste

Den Triumph vor der geballten österreichischen Elite in Person von Abfahrtsweltcupsieger Michael Walchhofer (0,40 Sekunden zurück), Abfahrtsolympiasieger Fritz Strobl (1,06) sowie "Herminator" Hermann Maier (1,29) hatte Rahlves allerdings nicht unbedingt ganz nach oben auf seine Prioritätenliste gesetzt: Die Siege in Beaver Creek und in Bormio waren ihm wichtig vor diesem Winter - beide Rennen gewann er. Sein eigener "Grand Slam" umfasst noch zwei Stationen: In Kitzbühel und in Turin will der 32 Jahre alte Amerikaner in seiner vermutlich letzten Saison noch gewinnen.

Auf die "Streif" (nächste Woche) sowie zu den Olympischen Winterspielen (10. bis 26. Februar) fährt Rahlves als Favorit - erst recht nach einer fast fehlerfreien Fahrt auf der längsten Strecke im Weltcup. "Technisch perfekter als der Rahlves kann man das Brüggli-S nicht fahren", sagte der zweitplatzierte Walchhofer.

Rahlves nahm dadurch viel Geschwindigkeit mit auf die Passage über "Langentreien" und "Haneggschuss", wo die Läufer bis zu Tempo 150 erreichten. "Ich hatte ein gutes Gefühl und auch die richtige Ski-Wahl getroffen", sagte der souveräne Sieger eher zurückhaltend.

Kurioserweise ist Rahlves nach der sechsten Saison-Abfahrt der Läufer mit den meisten Siegen, im Disziplin-Weltcup aber nur auf dem dritten Rang platziert (330 Punkte) - hinter Fritz Strobl (415) und Walchhofer (372), die jeweils eine Abfahrt gewonnen haben (eine gewann Marco Büchel aus Liechtenstein).

Im Gesamtweltcup hat sich der vielseitig begabte Super-G-Weltmeister von 2001 und WM-Zweite in der Abfahrt von 2005 durch den ersten US-Sieg am Lauberhorn seit dem Erfolg von Kyle Rasmussen 1995 auf Rang drei vorgearbeitet - an der Spitze liegt weiter Benjamin Raich (Österreich) vor Walchhofer.

© SID

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