Ski alpin Weltcup
Wind stoppt Riesch beim Zweikampf mit Vonn

Wegen böiger Winde ist der Super-G der Frauen in St. Moritz abgesagt worden. Der Zweikampf zwischen den Dauerrivalinnen Maria Riesch und Lindsey Vonn wird am Sonntag fortgesetzt.

Am Freitag hatte Maria Riesch in kleiner Runde noch entspannt darüber geredet, wie wohl sie sich neuerdings im Super-G fühle. Mehr als 400 Punkte hatte die Doppel-Olympiasiegerin in der vergangenen Saison in dieser alpinen Disziplin auf Lindsey Vonn aus den USA verloren - der augenscheinlichste Grund, warum sie den Zweikampf um den Gesamtweltcup erneut gegen die Freundin und Rivalin verlor.

Doch in diesem Winter scheint Maria Riesch besser präpariert. Im ersten Super-G-Rennen vor einer Woche im kanadischen Lake Louise fuhr sie nach ihren beiden Abfahrtssiegen in der zweitschnellsten Disziplin auf Rang zwei. 0,83 Sekunden lag sie hinter Vonn, aber immerhin: Nur 20 Punkte verlor Riesch dabei auf die Amerikanerin. Vom Gesamtweltcup, sagt die Partenkirchnerin, will sie allerdings "erst nach der WM reden", also Ende Februar.

Super-G in St. Moritz abgesagt

Aber es ist auch kein Geheimnis: In diesem Winter will Maria Riesch die große Kugel gewinnen. Die Chance ist groß wie nie: In Abfahrt und Super-G ist sie in einer guten Frühform, Resultat des zwölf Tage dauernden Sommertrainings in den schnellen Disziplinen in Chile. In Riesenslalom und Slalom verfügt die 26-Jährige ohnehin über mehr Stabilität als die Konkurrentin. "Heuer packt sie es", sagt Mannschaftkollegin Kathrin Hölzl.

Am Samstag wurden Riesch und Vonn erst mal ausgebremst. Wegen böiger Winde wurde der Super-G im schweizerischen St. Moritz nach nur sechs Läuferinnen von der Rennjury um den Norweger Atle Skaardal abgebrochen - und auch nicht wieder gestartet. Das Rennen wird nach FIS-Angaben nun am 17. Dezember im französischen Val d'Isere nachgeholt. Zuvor findet in St. Moritz am Sonntag auf jeden Fall der Riesenslalom statt, seit einiger Zeit die neue Domäne der deutschen Ski-Damen.

Gute Bilanz für DSV-Damen

In Weltmeisterin Kathrin Hölzl und Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg hat der Deutsche Skiverband gleich zwei Siegläuferinnen am Start, auch Maria Riesch ist nach Einschätzung von Alpindirektor Wolfgang Maier "jederzeit in der Lage, um das Podest mitzufahren". Die Bilanz der ersten beiden Riesenslaloms könnte für die DSV-Damen kaum besser sein. 1. Rennen: Rebensburg siegt vor Hölzl; 2. Rennen: Rebensburg wird Zweite, Hölzl Dritte.

Vor allem Hölzl darf zufrieden sein. Wegen nach wie vor rätselhafter Muskelbeschwerden konnte sie vor der Saison kein Kraftaufbautraining machen. Sie lebt von der Substanz - und von der antrainierten Ausdauer. Das macht sich schon mal bemerkbar wie neulich im hoch gelegenen US-Wintersportort Aspen, wo noch dazu der Kurs sehr lang ist. Im Grunde aber, sagt Hölzl, habe sie keine Beschwerden: "Mir geht es gut. Ich kann schon mithalten."

© SID

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