Ski alpin Weltcup
Zettel gewinnt Riesenslalom vor Hosp und Schild

Dreifach-Triumph für Österreichs Ski-Damen: Beim Weltcup-Riesenslalom in Semmering triumphierte Kathrin Zettel vor Nicole Hosp und Marlies Schild. Beste Deutsche war Kathrin Hölzl auf Rang 16.

Der Jubel der rund 25 000 Österreicher am "Zauberberg" kannte am Ende keine Grenzen. Beim Weltcup-Riesenslalom im niederösterreichischen Semmering fuhren die Damen von "Team Austria" die Konkurrenz einmal mehr in Grund und Boden.

Kathrin Zettel holte dabei ihren zweiten Saisonsieg (2:09,50 Minuten). Rang zwei belegte Nicole Hosp (2:09,60), die damit auch die Führung im Gesamtweltcup übernahm. Dritte wurde Marlies Schild (2:09,66), die zuvor alle drei Slaloms dieses Winters gewonnen hatte. Erst auf Rang vier folgte in Riesenslalom-Olympiasiegerin Julia Mancuso aus den USA die erste Nicht-Österreicherin.

Hölzl einzige Deutsche im zweiten Durchgang

Auf der eisigen und ruppigen und dadurch höchst schwierigen Piste am Hirschenkogel blieb auch den deutschen Läuferinnen nur eine Statistenrolle. Als einzige der fünf Starterinnen des DSV hatte es Kathrin Hölzl in den zweiten Durchgang geschafft, dort aber fiel die 22-Jährige aus Bischofswiesen noch vom 15. auf den 16. Platz zurück (2:12,63 Minuten). Beim ersten Riesenslalom des WM-Winters in Aspen hatte sie noch mit Rang sechs aufhorchen lassen: "Es war schon klar, dass das nicht so weitergeht, deswegen bin ich ganz zufrieden mit meiner Leistung hier", sagte Hölzl.

Hölzls Teamkolleginnen hatten es gar nicht erst bist in den Finaldurchgang der besten 30 geschafft. Maria Riesch ist nach ihrem völlig überraschenden Abfahrtssieg Anfang Dezember im kanadischen Lake Louise nach wie vor auf der Suche nach alter Form und Fitness: Die 22 Jahre alte Partenkirchenerin war bei schlechter Bodensicht als 33. zu langsam für die Teilnahme am zweiten Durchgang, auch Nachwuchsläuferin Veronika Stober (Samerberg-Törwang) verfehlte die Qualifikation als 42. deutlich. Carolin Fernsebner (Ramsau) und Viktoria Rebensburg (Kreuth) schieden im ersten Lauf aus.

Allen Grund zur Freude hatte dagegen Siegerin Zettel, die als Niederösterreicherin einen stürmisch bejubelten Heimsieg feierte. "Unbeschreiblich, das ist die Krönung. Der zweite Sieg im Weltcup, und das auch noch daheim", sagte sie. Derweil versuchte sich die zweitplatzierte Hosp in einer Erklärung für das Erfolgsrezept der ÖSV-Damen, die nun acht von zwölf Saisonrennen gewonnen haben: "Wir haben halt alle einfach sehr gut trainiert."

Sogar an Heiligabend standen die Österreicherinnen auf Skiern. "Es ist einfach die falsche Zeit für Skirennläufer, um die Beine hochzulegen", begründete ÖSV-Damen-Cheftrainer Herbert Mandl die ungewöhnliche Trainingsmaßnahme. Selbst ÖSV-Alpindirektor Hans Pum war erstaunt vom Leistungsvermögen seiner Läuferinnen: "Mich hat überrascht, dass wir auch bei diesen schwierigen Verhältnissen so dominant waren."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%