Ski alpin WM
WM-Pisten geraten in die Kritik

Für die schwierigen Strecken bei der Ski-WM in Val d'Isere hat Wolfgang Maier kein Verständnis. Die "Rhone-Alpes" gleiche einem Acker so der aufgebrachte DSV-Alpindirektor.

Wolfgang Maier, Alpindirektor des Deutschen Skiverbandes (DSV), hat nach mehreren schweren Stürzen zum Auftakt der 40. Weltmeisterschaften in Val d'Isere heftige Kritik an den Veranstaltern geübt. Sowohl die extrem anspruchsvolle Piste "Face de Bellevarde" als auch die "Rhone-Alpes", auf der am Mittwoch die deutsche Medaillenhoffnung Maria Riesch gestürzt war, bewegten sich "am obersten, obersten, obersten Limit", sagte er.

Die "Rhone-Alpes" habe beim ersten Abfahrtstraining "eher nach einem Acker ausgesehen als nach einer weltcup- oder WM-tauglichen Piste". Von 55 gestarteten Athletinnen kamen nur 37 in die Wertung. "Da waren zwei Drittel überfordert", meinte Maier. Riesch hatte sich bei ihrem Sturz eine Innenbanddehnung im linken Knie, Abschürfungen im Gesicht sowie eine Prellung der Wirbelsäule zugezogen.

Die "Bellevarde" sei beim Super-G der Männer, den Didier Cuche (Schweiz) gewann, "extrem präpariert" gewesen, kritisierte Maier weiter. "Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum man das so extrem betreiben muss." Die Veranstalter sprachen dennoch von "wundervollem Skilauf". Maier sagte: "Wer da von wundervollem Skilauf spricht, dem kann ich nur sagen: Ab und zu mal Brille putzen, Jungs! Wundervollen Skilauf hat nur Cuche gezeigt."

© SID

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