Skispringen International
"Hölli" beendet aktive Laufbahn

Nach 16 Profi-Jahren hat der Österreicher Martin Höllwarth seine Laufbahn beendet. Der dreimalige Teamweltmeister will künftig als estnischer Nationaltrainer arbeiten.

Die österreichischen Skispringer müssen einen weiteren der ihren ziehen lassen: Nach Vierschanzentournee-Held Andreas Widhölzl kehrt nun auch Martin Höllwarth dem Profi-Dasein den Rücken zu. Der 33 Jahre alte Zillertaler, dessen Karriere 1992 mit dem Gewinn von drei olympischen Silbermedaillen in Albertville spektakulär begann, will künftig als Nationaltrainer in Estland arbeiten.

Höllwarth zählte seit dem Gewinn des Junioren-Weltmeistertitels 1991 zur Weltelite der Schanzenpiloten und gewann mit den Austria-Adlern 2001 sowie 2005 insgesamt dreimal WM-Gold in Teamwettbewerben. Den letzten von insgesamt acht Weltcup-Einzelsiegen schaffte der Vater dreier Kinder am 6. Januar 2005 in Bischofshofen beim Abschluss-Springen der Vierschanzentournee.

Bei der deutsch-österreichischen Traditions-Tour zählte "Hölli" viele Jahre lang zu den Topfavoriten, schaffte es aber 1992 (hinter Toni Nieminen/Finnland), 2004 (Sigurd Pettersen/Norwegen) und 2005 (Janne Ahonen/Finnland) jeweils "nur" auf den zweiten Platz der Gesamtwertung.

Zuletzt konnte er mit Youngstern wie Thomas Morgenstern oder Gregor Schlierenzauer nicht mehr mithalten und wurde im letzten Winter seiner Karriere nur selten im Weltcup eingesetzt. Seinen letzten Sieg schaffte er am 19. Januar im zweitrangigen Continentalcup in Brotterode in Thüringen.

Tiefpunkt in der Karriere des Zeitsoldaten war ein tragischer Verkehrsunfall im Februar 2001 nach dem Weltcup in Willingen, bei dem in der Nähe von Füssen der damalige österreichische Auswahltrainer Alois Lipburger ums Leben kam. Höllwarth, der das Auto lenkte, und der ebenfalls im Wagen sitzende Andreas Widhölzl wurden nur leicht verletzt.

© SID

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