Skispringen National
Schmitt und Co. mit fünf Springen in neun Tagen

Die deutschen Skispringer stehen vor einem harten Programm. Innerhalb von neun Tagen sind im Rahmen der Team Tour fünf Wettkämpfe im Plan vermerkt. Los geht's heute in Willingen.

Bei der Premiere der Team Tour wollen die deutschen Skispringer die Überflieger aus Österreich ärgern und sich den letzten Feinschliff für die WM holen. Bei dem heute in Willingen beginnenden 100 000-Euro-Spektakel wandeln Martin Schmitt und Co. mit fünf Springen in neun Tagen allerdings auf einem schmalen Grat.

"Das ist ein Tanz auf dem Drahtseil und vom Training eine große Herausforderung", sagt Bundestrainer Werner Schuster: "Allerdings sind Erfolge vor heimischem Publikum die beste Medizin gegen die Belastung. Wir wollen Selbstvertrauen holen und mit dem nötigen Schwung zur WM."

DSV rechnet mit 70 000 Zuschauern an den Schanzen

Schmitt ist nach einer schöpferischen Pause wieder heiß und will bei der "Dreischanzentournee" glänzen. "Willingen, Klingenthal und Oberstdorf sind für einen deutschen Springer der absolute Traum", sagte der viermalige Weltmeister. Allein zum Auftakt werden im Hochsauerland 30 000 Fans erwartet, für die gesamte Tournee rechnet der Deutsche Skiverband (DSV) mit 70 000 Zuschauern an den Schanzen.

Dabei muss Schmitt vermutlich auf seinen alten Weggefährten Michael Uhrmann verzichten, der eine Grippe auskurieren muss. "Noch ist keine Entscheidung gefallen, ich werde nochmal mit ihm reden", sagt Schuster. Notfalls soll Uhrmann erst in Klingenthal zum Team stoßen.

Fällt Uhrmann aus, rückt ein Nachwuchsspringer nach

Neben Schmitt werden wohl Michael Neumayer und Stephan Hocke beim Auftakt am Samstag das deutsche Team bilden. Falls Uhrmann ausfällt, rückt einer der drei Nachwuchsspringer, Christian Ulmer, Severin Freund oder Jan Musiol, nach. In Klingenthal werden Freund und Musiol am Mittwoch durch Felix Schoft und Pascal Bodmer ersetzt.

Die Gesamtwertung der Tour ergibt sich aus den Team-Konkurrenzen in Willingen (7. Februar) und Oberstdorf (15. Februar) sowie den beiden besten Springern einer Nation in den Einzeln in Willingen (8. Februar), Klingenhtal (11. Februar) und Oberstdorf (14. Februar). Rechnet man die Weltcup-Preisgelder zur Siegprämie von 100 000 Euro hinzu, sind 335 000 Euro im Jackpot.

Schuster glaubt an Dominanz der Österreicher

Dass der Großteil des Preisgeldes nach Österreich geht, steht für Schuster bereits fest. "Man muss ehrlich sagen, dass sie sich wohl nur selbst schlagen können", meint der Österreicher. Seine Schützlinge könnten vielleicht an einem einzelnen Tag für eine Überraschung sorgen, aber über die gesamte Tour sei das Team um Gregor Schlierenzauer nicht zu schlagen.

Deutsches Team will auf's Podest

Das deutsche Team konzentriert sich deshalb darauf, den Kampf um den zweiten Platz zu gewinnen. "Wir wollen, wie schon einmal in diesem Winter, aufs Podest springen. Das ist auch unser Ziel für die WM", sagt Schuster. Die Hauptkonkurrenten um Platz zwei dürften Finnland, Norwegen und Russland sein.

Bereits in Klingenthal will Schuster sein WM-Team für den Saisonhöhepunkt in Liberec (14. Februar bis 1. März) bekanntgeben. Der Österreicher plant mit fünf Athleten, bei entsprechender Leistung will er aber noch einen sechsten Mann mitnehmen.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%