Skispringen Skifliegen
Neumayer hält Form, Schmitt am Boden

Auf eine gute Saison kann Skispringer Michael Neumayer schon vor dem großen Saisonfinale im slowenischen Planica zurückblicken. Im Gegensatz zu Martin Schmitt ist Neumayer beim Skiflug-Finale am Samstag dabei.

Ohne Martin Schmitt müssen die deutschen Skispringer zum Saisonfinale auf der weltgrößten Flugschanze im slowenischen Planica antreten. Der viermalige Weltmeister verpasste die Qualifikation zur großen Wochenend-Show (Samstag und Sonntag jeweils 10.15 Uhr/live im ZDF) knapp und durfte sich danach beim traditionellen Grillfest im Teamhotel Spik als Bratwurst-Brutzler versuchen. Sportlich überzeugte zumindest annähernd Michael Neumayer mit einem 206-Meter-Flug.

"Diese Qualifikation passt zum Saisonverlauf. Das Finale hätte ich mir wirklich anders vorgestellt", meinte der einmal mehr von sich selbst enttäuschte Schmitt. Nach ansprechenden Trainingsleistungen verpatzte der 28-Jährige durch einen technischen Fehler in der ersten Flugphase seinen Qualifikations-Versuch, landete nur bei 181 Meter und hatte zudem Pech, weil er am Ende als 42. ganze 0,7 Punkte zu wenig für den zum Weiterkommen nötigen 40. Platz auf dem Konto hatte.

Schmitt muss Technik umstellen

"Meine Motivation für die nächste Saison ist aber unverändert. Ich weiß, was ich im Sommer verbessern muss und werde das auch mit ganzer Energie durchziehen", meinte Schmitt. "Martin muss seine Technik umstellen. Wir wissen, was wir alles zu tun haben", ergänzte Bundestrainer Peter Rohwein.

Weit besser als der frühere Vorflieger Schmitt segelte der Berchtesgadener Michael Neumayer, der mit seinem 206-Meter-Satz zumindest halbwegs mit den Stärksten mithalten konnte. Bestweite stand im Training und in der Qualifikation der Österreicher Martin Koch mit jeweils 222,5 Metern. Michael Uhrmann, Olympiavierter von der Normalschanze, überzeugte im Training vor über 10 000 Zuschauern mit 211 Metern und hatte schon am Vortag 217 Meter gestanden. In der Qualifikation aber landete der Bayer aus Rastbüchl wie auch der Oberstdorfer Georg Spärth nur bei 191,5 Metern.

"Das war mein schwächster Sprung hier, aber er macht mich nicht nervös", meinte Uhrmann. "Nach dem guten Training bin ich sehr zuversichtlich. Ich merke, dass ich zurecht komme. Auch wenn die Saison lang war und ich kräftemäßig am Limit bin."

Zumindest eine Bratwurst beim Abschluss-Grillfest mit der komplett angereisten Trainerschaft um Rohwein war für Uhrmann drin. Auch der sportlich seit Freitag beschäftigungslose Martin Schmitt wird bis zum Saisonfinale am Sonntag in Planica bei der Mannschaft bleiben.

© SID

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