Skispringen Vier-Schanzen-Tournee
DSV-Adler Freund: "Wir nehmen Euphorie mit"

Severin Freund war nach seinem sechsten Platz beim Auftaktspringen in Oberstdorf bester DSV-Adler. Für das zweite Springen hofft der 22-Jährige die Euphorie mitnehmen zu können.

Severin Freund hat mit seinem sechsten Platz beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf für das beste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere gesorgt. Zudem war der 22-Jährige beim Sieg des Österreichers Thomas Morgenstern bester Deutscher. "Das ist etwas ganz Besonderes. Man sieht, dass sich harte Arbeit auszahlt," so Freund im Gespräch mit den Journalisten.

Frage: "Severin Freund, was hätten Sie wohl vor einem halben Jahr gesagt, wenn Ihnen jemand angekündigt hätte, dass Sie beim Auftakt der Tournee gleich auf Platz sechs springen würden?"

Severin Freund: "Ich hätte das sicher dankend angenommen, auch wenn ich das so sicher nicht erwartet hätte. Das ist ja auch mein bestes Weltcup-Ergebnis und etwas ganz Besonderes. Man sieht, dass sich harte Arbeit auszahlt, dass man Geduld haben muss. Dann kann es irgendwann aufgehen. Aber das ganze ist schon echt unglaublich für mich."

Frage: "Sie sind der konstanteste deutsche Springer in diesem Winter, obwohl Sie mit 22 Jahren einer der jüngsten sind. Woran liegt das?"

Freund: "Ich gehe recht unbelastet an die Sache heran, habe nicht das Gefühl, dass ich etwas zerreißen muss, wie vielleicht mancher der Arrivierten. Ich versuche einfach, das alles zu genießen und es unbekümmert anzugehen."

Frage: "Wie gehen Sie denn nach diesem Erfolg das nächste Springen am 1. Januar in Garmisch-Partenkirchen an?"

Freund: "So, wie ich es bisher gemacht habe: Ich schaue, welche Fehler ich gemacht habe und überlege, was ich besser machen kann. Daran werde ich dann arbeiten. Das Wichtigste ist die Erwartung, die ich an mich selbst habe. Und die hat sich nicht groß verändert. Und die will ich auch nicht verändern."

Frage: "Täuscht der Eindruck, oder gehen Sie extrem gelassen mit Erfolg um?"

Freund: "Entspannt bin ich meistens, ich bin nicht so der Extrovertierte. Es ist ganz gut, wenn man ein bisschen bei sich bleiben kann, das ganze Drumherum nicht zu wichtig nimmt. Allerdings hilft es nicht, immer nur auf der Nulllinie zu sein - ich brauche schon auch Emotionen, um Leistung zu bringen."

Frage: "Das ganze deutsche Team hat in Oberstdorf überzeugt. Wie wichtig war das nach dem schwachen Saisonstart?"

Freund: "Das war sehr schön anzusehen. Ich freue mich für alle, und es ist umso schöner, das wir das zu Hause in Oberstdorf geschafft haben. Wir nehmen Euphorie und Freude mit nach Garmisch-Partenkirchen."

© SID

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