Skispringen Vier-Schanzen-Tournee
Schmitt im Training stark, in der Quali schwach

Licht und Schatten bot Martin Schmitt vor dem Neujahrsspringen der Vierschanzentournee. Im Training überzeugte der Geheimfavorit, in der Qualifikation reichte es nur zu Platz 15.

Kleiner Dämpfer am Silvestertag für Martin Schmitt: Der Schwarzwälder segelte bei böigem Wind in Garmisch-Partenkirchen nach starkem Training nur auf den 15. Platz der Qualifikation für das Neujahrsskispringen der 57. Vierschanzentournee.

Insgesamt acht Skispringer der starken deutschen Mannschaft schafften den Sprung in die zweite Tournee-Konkurrenz (Beginn: 13. 45 Uhr/live in der ARD und bei Eurosport), in die der Tagesbeste Gregor Schlierenzauer (Österreich) als Topfavorit geht.

Schmitt: "Das war für mich nur ein Training"

"Der Wind ist immer turbulenter geworden. Die Bedingungen waren schwierig. So gesehen war das für mich nur ein Training", kommentierte Martin Schmitt seinen von starkem Seitenwind beeinflussten Qualifikations-Versuch auf 122,5 Meter. Zuvor hatte er mit 136,5 und 135m im Training überzeugt. "Die Schanze ist wunderbar und kommt mir entgegen. Ich bin für den Wettbewerb sehr optimistisch."

Der Oberstdorf-Fünfte Schmitt muss dort im ersten Durchgang nach dem K.o.-System gegen Sebastian Colloredo antreten und ist in diesem Duell Favorit. "Martin ist gerüstet. Es ist nichts passiert", sagte Bundestrainer Werner Schuster: "Martin hat hier hervorragend angefangen, erstklassig trainiert. Auch der Quali-Sprung war im Ansatz sehr gut, aber dann hat der nötige Druck durch den Wind gefehlt."

Ammann verzichtet auf den Windstress

Der Oberstdorf-Sieger und nach fünf Saison-Triumphen klare Weltcup-Spitzenreiter Simon Ammann mochte sich im Gegensatz zu Schmitt den Windstress in der Qualifikation nicht antun, packte vorzeitig seine Tasche und verschwand aus dem Olympiastadion. Der wie Schmitt zu den gesetzten Top Ten zählende Schweizer wurde deshalb auf den 50. und letzten Platz der Qualifizierten gesetzt und muss deshalb im K.o.-Duell gegen den Tagesbesten Gregor Schlierenzauer (Österreich) antreten. Der Skiflug-Weltmeister sprang zweimal im Training (140,5 und 139m) und auch in der Qualifikation (135) jeweils klare Bestweite.

Von der erneut starken deutschen Mannschaft schafften außer Martin Schmitt in Pascal Bodmer (Messstetten/126 Meter), Stephan Hocke (Schmiedefeld/123,5), Michael Uhrmann (Rastbüchl/122), Michael Neumayer (121), Tobias Bogner (beide Berchtesgaden/119,5), Andreas Wank (Oberhof/119) und Felix Schoft (Partenkirchen/116,5) sieben weitere Aktive den Sprung unter die besten 50.

Neumayer: "Es war richtig schwierig"

Neumayer und Uhrmann, die in Oberstdorf auf den Rängen neun und zehn überzeugt hatten, haderten wie Schmitt mit dem im Verlauf des entscheidenden Durchgangs immer böiger werdenden Wind. "Ich glaube, ich hatte einen erstklassigen Versuch und bin froh, dass ich überhaupt dabei bin. Es war richtig schwierig", meinte Neumayer. Nach dem Neujahrsspringen am Fuße der Zugspitze reisen die weltbesten Skispringer nach Österreich, wo die Vierschanzentournee traditionell in Innsbruck (4. Januar) und Bischofshofen (6. Januar) zu Ende geht.

© SID

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