Skispringen Weltcup
Anders Jacobsen siegt in Engelberg

Anders Jacobsen hat den Weltcup der Skispringer in Engelberg gewonnen. Der Norweger sicherte sich seinen ersten Sieg vor Simon Ammann und Gregor Schlierenzauer. Bester Deutscher war Michael Uhrmann auf Rang zehn.

Anders Jacobsen hat die Tournee-Generalprobe in Engelberg gewonnen und damit seinen ersten Weltcup-Sieg gefeiert. Der Norweger erhielt beim zweiten Weltcup-Skispringen in der Schweiz für Flüge auf 138 und 137,5 Meter die Note 280,9. Platz zwei belegte Lokalmatador Simon Ammann (266,4) vor Gregor Schlierenzauer (Österreich/262,3). Am Vortag hatte noch der 16 Jahre junge Schlierenzauer vor Jacobsen gewonnen. Im Gesamtweltcup führt weiter Ammann, der Doppel-Olympiasieger von Salt Lake City 2002.

Deutschlands Skisprung-Statisten haben im Schatten der großen Newcomer-Show die Generalprobe für die 55. Vierschanzentournee verpatzt. Die besten deutschen Platzierungen waren Rang zehn für Michael Uhrmann und Platz zwölf für Martin Schmitt. Ausreden für den erneuten Flug ins Mittelmaß gab es bei perfekten Bedingungen diesmal keine.

"Das war ein weitere Schritt nach vorn, auch wenn wir noch nicht dort sind, wo wir hinwollen", meinte der heftig in der Kritik stehende Bundestrainer Peter Rohwein: "Vielleicht freuen sich die deutschen Zuschauer auch über die Plätze zehn, zwölf und 15. Ich hoffe, dass sie begreifen, dass es nicht mehr wie zu Schmitts und Hannawalds Zeiten ist."

Uhrmann zufrieden

Passend dazu war Michael Uhrmann mit seiner ersten Top-Ten-Platzierung am Sonntag zufrieden: "Wir sind noch ein Stück entfernt von der Weltspitze. Aber der Trend geht nach oben und wir haben bis zur Tournee ja noch etwas Zeit." Am Vortag hatten die deutschen Skispringer mit den Rängen 15 für Schmitt und 17 für Uhrmann noch das schwächste Saisonresultat abgeliefert.

Die deutschen Springer gehen mit der schwächsten Bilanz seit langem in die am 30. Dezember in Oberstdorf beginnende Tournee. Der viermalige Weltmeister Martin Schmitt, der sich peu a peu an die Top Ten herantastet, fühlt sich trotzdem auf einem "sehr guten Weg". Und Uhrmann stellte sich vor Trainer Rohwein: "Peter wird von allen angeschossen, wir müssen ihm sein Vertrauen irgendwann mit Erfolgen zurückzahlen. Man kann nur hoffen, dass es bei der Tournee besser ausschaut."

Jörg Ritzerfeld konnte mit den Plätzen 18 und 19 halbwegs zufrieden sein, während das ewige Talent Georg Späth wieder mal mit den Plätzen 30 und 44 enttäuschte. Unter der Woche hatte Skisprung-Star Dieter Thoma die Ablösung von Rohwein zum Saisonende gefordert. Der Coach will nun das Gespräch mit Thoma und Jens Weißflog suchen: "Ich will einen Versuch starten im Interesse des Sports. Wir kommen nur zusammen weiter und auf einen grünen Zweig."

© SID

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