Skispringen Weltcup
Janda behält im Nebel den Durchblick

Durch seinen Sieg beim zweiten Weltcupspringen in Lillehammer konnte Jakub Janda seine Führung in der Gesamtwertung ausbauen. Die deutschen Springer erzielten ihr bisher schwächstes Saisonergebnis.

Jakub Janda ließ sich von den schwierigen Bedingungen in Lillehammer nicht irritieren und gewann auch das zweite Weltcupspringen. Damit baute der Tscheche seine Führung im Gesamtweltcup (316 Punkte) aus. Für Flüge auf 135,5 und und 131,5 Meter erhielt er die Note 285,6. Platz zwei belegte der Norweger Lars Bystöl mit 269,1 Punkten vor dem Vortagessieger Andreas Küttel aus der Schweiz (267,2). Im ersten Springen hatte Küttel den ersten Weltcupsieg seiner Karriere mit dem Minimalvorsprung von 0,1 Punkten vor Janda gefeiert.

Bester Deutscher war beim bislang schwächsten Saisonresultat der am Vortag noch viertplatzierte Michael Uhrmann auf Platz 14. Für Flüge auf 122 und 125,5 Meter erhielt er 239,0 Punkte. "Mit einem dritten und zwei vierten Plätzen bei der Skandinavientournee kann ich zufrieden sein, mit dem letzten Springen nicht. Eigentlich wollte ich mich an den Podestplätzen festsetzen", sagte Uhrmann. Zwar verbesserte sich der Team-Olympiasieger dank eines 125,5-Meter-Fluges im zweiten Durchgang noch um elf Positionen, blieb aber als 14. weit unter seinen Möglichkeiten. Der viermalige Weltmeister Martin Schmitt (Furtwangen) als 32. und Georg Späth (Oberstdorf) auf Platz 35 hatten den Sprung in den zweiten Durchgang verpasst.

Rohwein: "Das gesamte Team ist nicht zurechtgekommen"

"Der Michi wollte es zu sehr erzwingen - und das gesamte Team ist nicht zurechtgekommen. Jetzt müssen wir halt im nächsten Weltcup angreifen", erklärte Bundestrainer Peter Rohwein. Der viermalige Weltmeister Martin Schmitt (Furtwangen) als 32. und Georg Späth (Oberstdorf) auf Platz 35 hatten den Sprung in den zweiten Durchgang verpasst.

"Martin war zu wenig explosiv. Er kann mehr. Es ist schon noch ein ganz schönes Gewürge bei ihm, weil er sich sehr unter Druck setzt", sagte Rohwein: "Und bei Schorsch muss auch langsam der Knoten platzen."Schmitt landete schon bei 120 Metern ab und erreichte genau wie Späth erstmals in diesem Winter nicht das Finale.

Michael Neumayer (Berchtesgaden) landete auf den Plätzen 23 und 20, Jörg Ritzerfeld (Oberhof) verschenkte im zweiten Springen einen zehnten Platz nach dem ersten Durchgang und landete auf Rang 24. Alexander Herr (Schonach) konnte als 29. erneut kein Weltcup-Format nachweisen. Ex-Bundestrainer Reinhard Heß: "Es bleibt noch viel Arbeit bis Olympia."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%