Skispringen Weltcup
Schmitt nach Formkrise mit Spezialtraining

Um endlich seiner andauernden Formkrise zu entrinnen, wird Martin Schmitt am kommenden Wochenende nicht am Weltcup-Springen in Engelberg teilnehmen, sondern stattdessen ein Spezialtraining vollziehen.

Martin Schmidt hat nun Konsequenzen aus seinem schlechten Abschneiden bei den letzten Weltcup-Springen gezogen. Der formschwache Team-Olympiasieger wird nicht mit seinen deutschen Teamkollegen am kommenden Wochenende (17./18. Dezember, live in der ARD) beim Weltcup in Engelberg antreten. Der viermalige Weltmeister, der sich zuletzt in Harrachov zweimal nicht für das Finale der besten 30 qualifizieren konnte, wird am heimischen Stützpunkt Hinterzarten auf der Normalschanze unter Anleitung von Heimtrainer Rolf Schilli ein Spezialtraining absolvieren.

Wettkampfpause ist kein Rauswurf

"Martin soll den Kopf frei bekommen und in Ruhe an seiner Technik arbeiten", begründete Bundestrainer Peter Rohwein seine Entscheidung: "Er wäre zwar gerne gesprungen, und wir haben auch lange geschwankt, aber am Ende haben wir uns mit Blick auf die Vierschanzentournee so geeinigt." Einem Rauswurf aus der Mannschaft kommt die laut Rohwein gemeinsam getragene Entscheidung aber nicht gleich. "Ich gebe Martin nicht auf. Er ist in einer Talsohle, da muss man einfach Geduld haben. Jens Weißflog und Sven Hannawald waren auch mal unten und sind wieder zurückgekommen. Martin ist ein wichtiger Mann für unsere Truppe. Ich baue in Richtung Olympische Spiele auf ihn", so der Coach.

Schmitt hatte vor dem gemeinsamen Gespräch noch damit gerechnet, in Engelberg antreten zu können. "Ich will bei der Vierschanzentournee in Topform sein und mir in Engelberg das nötige Selbstvertrauen dafür holen", erklärte Schmitt seine Gedanken und ließ sich am Ende doch umstimmen. Den freigewordenen Platz im Aufgebot wird der Oberhofer Stephan Hocke besetzen.

Schmitt hofft auf neues Material

Seine schlechten Resultate schob der Schwarzwälder auch auf seine Arbeit am eigenen Körpergewicht: "Ich denke nicht daran aufzugeben. Ich habe hart trainiert, kämpfe um ein ideales Gewicht und bin fest überzeugt, dass meine Form noch kommt. Ich baue auf neues Material und auf das Teamtraining vor Weihnachten. Bei der Tournee will ich wieder gut mitspringen." Zu Wochenbeginn ließ sich der 27-Jährige vom SC Furtwangen neue Sprunganzüge anpassen. Weitere Materialtests sind in den kommenden Tagen geplant.

Das DSV-Team in Engelberg: Michael Uhrmann (Rastbüchl), Georg Späth (Oberstdorf), Alexander Herr (Schonach), Jörg Ritzerfeld, Stephan Hocke (beide Oberhof), Michael Neumayer (Berchtesgaden)

© SID

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