Skispringen Weltcup
Skispringer Ammann holt zweiten Weltcup-Saisonsieg

Weltmeister Simon Ammann hat das Weltcup-Skispringen in Trondheim gewonnen. Mit dem zweiten Saisonsieg holte sich der Schweizer die Spitze in der Gesamtwertung zurück.

Martin Schmitt und Michael Uhrmann flogen bei der Skisprung-Show von Simon Ammann an die besten Zehn heran, kommen aber auf dem Weg zu alter Stärke nur mühsam voran. Beim zweiten Saison-Sieg des Schweizers in Trondheim landeten die deutschen Routiniers am Sonntag auf den Plätzen 13 und 15. Am Vortag war Uhrmann beim Sieg von Überflieger Gregor Schlierenzauer bereits Elfter, der viermalige Weltmeister Schmitt 14. geworden.

"Es war ein schwieriger Tag. Wir rennen der Form ein wenig hinterher, die Jungs konnten heute nichts mehr mobilisieren", sagte Bundestrainer Werner Schuster, bescheinigte seinen Altmeistern Schmitt und Uhrmann aber gute Leistungen: "Beide springen auf einem ansprechendem Niveau. Wir würden aber gerne noch ein paar Plätze nach vorn."

Noch deutlicher Abstand bis zur Spitze

Nach zehn Tagen verlassen die deutschen Adler nun Skandinavien und wollen zu Hause an der Athletik arbeiten. "Wir müssen die Sprungski einfach mal in die Ecke stellen", meinte Schuster. Und auch Uhrmann freut sich auf ein wenig Abwechslung im Training: "Momentan reicht es nur für die Plätze zwischen zehn und 15. Wir müssen weiter arbeiten."

Zur Spitze fehlte in beiden Wettbewerben noch ein ordentliches Stück, die Podiumsplätze machten andere unter sich aus. Weltmeister Ammann erhielt 280,2 Punkte und verwies den Finnen Matti Hautamäki (278,3) sowie Österreichs Überflieger Gregor Schlierenzauer (274,8) auf die Plätze. Dadurch liegt der Schweizer auch im Gesamtweltcup wieder an erster Stelle.

Am Samstag hatte Schlierenzauer, der wie Ammann einen Tag später mit 140 Metern Schanzenrekord sprang, vor dem Finnen Ville Larinto und dem Norweger Anders Jacobsen gewonnen.

Uhrmann zwischenzeitlich auf Platz fünf

Uhrmann war im ersten Springen sogar nah an einem Podestplatz, hatte nach dem ersten Durchgang Platz fünf belegt. Am Ende reichten die Kräfte aber nur zu Platz elf. "Ich kann aber auch so zufrieden sein. Das war das deutlich Beste, was ich in diesem Winter bisher auf Schnee abgeliefert habe", meinte Uhrmann am Ende im bitter kalten norwegischen Winter. "Wir werden immer selbstbewusster. Wir sind nach vorne wieder auf Tuchfühlung", ergänzte Martin Schmitt.

Michael Neumayer (Berchtesgaden) blieb in Trondheim komplett hinter den Erwartungen zurück. Am Samstag sammelte der Tournee-Dritte als 28. immerhin noch Weltcup-Punkte, im zweiten Springen verpasste er als 33. allerdings das Finale der besten 30. Beim Saisonauftakt in Kuusamo war der Bayer als Zwölfter noch bester deutscher Springer.

Die deutschen Youngster Andreas Wank (Oberhof), Severin Freund (Rastbüchl), Felix Schoft (Partenkirchen) und Erik Simon (Aue) erlebten nach schwächeren Flügen auf der großen WM-Schanze von 1997 bei keinem der beiden Wettbewerbe das Finale. Schoft (Samstag) und Simon (Sonntag) verpassten gar je einmal die Qualifikation. Der nächste Weltcup steht am 13./14. Dezember auf der Olympiaschanze von 2006 in Pragelato auf dem Programm.

© SID

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