Snowboard Olympia
Kober und Co. in Vancouver "zum Erfolg verdammt"

Die deutschen Snowboarder um Amelie Kober sind bei den Olympischen Spielen in Vancouver gefordert. Um finanzielle Förderung durch den Verband zu erhalten, müssen Top-10-Plätze her.

Amelie Kober und Co. stehen bei den Olympischen Winterspielen 2010 mit dem Rücken zur Wand. Um beim Snowboard Verband Deutschland (SVD) in den kommenden Jahren die finanzielle Förderung abzusichern, sind zumindest Top-10-Platzierungen in Vancouver Pflicht. "Wir sind zum Erfolg verdammt, sonst müssen wir im nächsten Olympia-Zyklus kleinere Brötchen backen. Wir müssen einige Fahrer in die Top zehn bringen, eine Medaille dazu wäre natürlich noch besser", sagte SVD-Geschäftsführer Timm Stade am Montag in München.

Derzeit sei die finanzielle Situation des Verbandes "schwierig, aber abgesichert. Wir müssen uns keine großen Sorgen machen", führte Stade weiter aus. Es sei aber weiterhin ein "harter Sparkurs" notwendig. Um eine optimale Saisonvorbereitung mit einem Trainingslager in Neuseeland zu gewährleisten, mussten etwa die Athleten einen Eigenanteil in Höhe von insgesamt 42 000 Euro stemmen.

Kober im Parallel-Riesenslalom im Favoritenkreis

Kober, Olympiazweite von Turin 2006, will sich mit diesen Problemen "nicht groß beschäftigen". Die 21-Jährige ist vielmehr voll auf ihre sportlichen Ziele fokussiert. Nachdem sie in der vergangenen Saison Parallel-Weltcupsiegerin war, gehört sie auch beim Parallel-Riesenslalom in Vancouver zum Favoritenkreis.

Sie verspüre deshalb schon einen "ganz besonderen Druck", sagte die Miesbacherin, "ich will aber nicht zu viel darüber nachdenken". Zunächst müsse sie sich "erst einmal qualifizieren". Vier Wettbewerbe stehen ihr zur Verfügung, um einmal unter die besten Acht oder zweimal unter die besten 16 zu kommen.

Allerdings könnten bei den Snowboardern die nationalen Kriterien für eine Olympia-Nominierung nicht ausreichen. Pro Disziplin und Nation werden international bis zum 18. Januar noch Quotenplätze verteilt.

© SID

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