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Streik der Beachvolleyballerinnen verlief im Sande

Sportlich hat die Beachvolleyball-WM in Berlin mit drei deutschen Siegen vielversprechend begonnen. Überschattet wurde der Auftakt allerdings von einer Streikdrohung der weiblichen Starter aus finanziellen Gründen.

Mit drei deutschen Siegen und einem handfesten Skandal haben die Beachvolleyball-Weltmeisterschaften unter der sengenden Sonne von Berlin begonnen. Nach einer Streikdrohung starteten die im Clinch mit dem Volleyball-Weltverband Fivb liegenden Spielerinnen die mit einer Million Dollar dotierten Titelkämpfe erst in letzter Minute unter Vorbehalt. Die Beach-Männer erklärten sich am Tag vor ihren ersten Spielen solidarisch, so dass die planmäßige Fortsetzung des "größten Volleyball-Festes aller Zeiten" (Verbandschef Werner von Moltke) unsicher ist.

Die Spieler fordern eine Lösung des seit Jahren schwelenden Konflikts über Geld, fordern Gleichberechtigung und die Aufhebung der Knebelverträge. Spielervertreterin Nathalie Cook (Australien), Olympiasiegerin von 2000, erklärte: "Außerdem wollen wir eine Gewerkschaft gründen können." Die deutsche Topspielerin Susanne Lahme meinte: "Die Fivb muss sich bewegen, ansonsten droht ein Boykott. Natürlich wäre das schade, denn es geht um den Sport und alle wollen gern spielen."

Keine Probleme für Lahme/Müsch

Auf dem Weg zur ersten Medaille für Deutschland bei einer Beach-WM schafften bei 32 Grad die Hamburgerinnen Stephanie Pohl/Okka Rau (2:0 gegen die Japanerinnen Tokuno/Teru Saiki) und die deutschen Meisterinnen Rieke Brink-Abeler/Hella Jurich aus Münster (2:1 gegen die Italienerinnen Bruschini/Lunardi) auch den Einzug in Runde drei. Platz 17 und 7 500 Dollar Preisgeld sind ihnen damit schon sicher. Die drei anderen Gastgeber-Teams Sara Goller/Laura Ludwig (Kiel/Leverkusen), Ines Pianka/Jana Vollmer (Hamm/Rottenburg) und Helke Claasen/Anja Röder (Berlin) feierten nach Auftakt-Pleiten jeweils 2:0-Erfolge in der Verliererrunde.

Viele Fragezeichen für Pohl

"Platz neun wäre gut, Platz sieben super, eine WM-Medaille unfassbar gut. Aber vielleicht kommt es ja gar nicht zu einem Finale", kommentierte Stephanie Pohl treffend: "Wir sitzen hier am längeren Hebel, deshalb muss die Fivb uns entgegenkommen." Statt des Trendsports bei heißer Diskomusik war nämlich der drohende Spielerstreik das Hauptthema im weichen Sand. Nach einem Putsch am Montagabend verhandelte Nathalie Cook am Dienstag mit dem eigens vorzeitig eingeflogenen Beach-Chef Angelo Squeo von der Fivb.

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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