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Auch Hrbaty kann Haas nicht stoppen

Tommy Haas steht beim ATP-Turnier in Los Angeles im Finale. Der Daviscup-Spieler setzte sich in der Vorschlussrunde 6:2, 7:5 gegen Dominik Hrbaty durch und trifft im Endspiel auf den Russen Dimitri Tursunow.

Tommy Haas peilt seinen dritten Turniersieg im Jahr 2006 an. Der Wahl-Floridianer bezwang im Halbfinale des ATP-Turniers von Los Angeles den Slowaken Dominik Hrbaty mit 6:2, 7:5 und bekommt es im Endspiel nun mit dem Russen Dimitri Tursunow zu tun. Der an Nummer acht gesetzte Russe bezwang den Chilenen Fernando Gonzalez mit 6:4, 6:2.

"Ich bin sehr zufrieden mit meinem Spiel, gerade im ersten Satz", meinte Haas nach seinem 65 Minuten langen Auftritt, "ich habe meine Chancen genutzt und aggressiv gespielt, wenn sich die Gelegenheit ergab." Gegen den Slowaken war Haas nach zuletzt drei Niederlagen in Folge in Los Angeles eine kleine Revanche geglückt: "Beim Händeschütteln am Netz habe ich ihm gesagt: Endlich hab´ ich dich mal wieder."

"Ich möchte wieder in die Top Ten"

Die Finalteilnahme in Los Angeles soll für Haas lediglich eine Zwischenstation auf dem Weg zu höheren Zielen sein. "Ich möchte wieder in die Top Ten der Weltrangliste, am liebsten noch in diesem Jahr", sagte der 28-jährige.

Haas ist in Kalifornien auf dem Weg zum insgesamt zehnten Turniersieg seiner Karriere und dem dritten in diesem Jahr nach Delray Beach und Memphis im Februar. In den ersten Monaten der laufenden Saison war Haas einer der stärksten Spieler der Tour, er lieferte Superstar Roger Federer im Achtelfinale der Australian Open in Melbourne einen begeisternden Kampf und stand außerdem im Halbfinale von Doha und Houston.

Die europäische Sandplatzsaison sah dann die andere Seite von Tommy Haas. In München, Rom und Hamburg schied er jeweils in der ersten Runde aus, plagte sich wochenlang mit einer Allergie, verzichtete deshalb auf eine Teilnahme am Arag World Team Cup in Düsseldorf und scheiterte bei den French Open in der dritten Runde an dem jungen Serben Novak Djokovic. Bei den Gerry Weber Open stand Haas wieder im Halbfinale, doch auch in Wimbledon war in der dritten Runde gegen den Tschechen Tomas Berdych Endstation.

Arbeit mit Trainer Hogstedt zahlt sich aus

Rechtzeitig zum Beginn der US-Hartplatzsaison, die bei den US Open Ende August ihren Höhepunkt erreicht, kommt der seit 16 Jahren in den USA lebende Haas nun wieder in Form. "Es ist ja kein Geheimnis, dass ich das Spiel auf Hartplätzen mag. Ich kann mit meiner Spielweise ein Match diktieren und dem Gegner meinen Rhythmus aufzwingen." Zudem trägt die im Januar begonnene Arbeit mit Trainer Thomas Hogstedt Früchte, denn kaum jemals in seiner Karriere wirkte Haas so austrainiert und fit.

Bei den US Open wird er deshalb wie in jedem Jahr wieder zum erweiterten Favoritenkreis gehören, doch weiter als bis ins Viertelfinale (2004) hat er es in New York noch nicht gebracht. 2005 verlor er in der dritten Runde gegen den Amerikaner Robby Ginepri, das soll in diesem Jahr anders werden: "Die US Open sind eines meiner ganz großen Ziele." Wenn Tommy Haas fit und gesund bleibt, wäre er durchaus für eine Überraschung gut.

© SID

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