Tennis ATP
Beck, Kohlschreiber und Schüttler in Hamburg raus

Trotz guter Vorstellung ist Andreas Beck beim ATP-Turnier in Hamburg am Serben Janko Tipsarevic gescheitert. Auch Philipp Kohlschreiber und Rainer Schüttler sind ausgeschieden.

Philipp Kohlschreiber ist an seinen Nerven, dem Schiedsrichter und Gegner Tommy Robredo gescheitert. Der Augsburger verlor in der ersten Runde beim ATP-Turnier in Hamburg mit 6:2, 6:7 (5:7), 3:6 gegen den Spanier eine Partie, die er über weite Strecken beherrscht und schon fast gewonnen hatte. Die 10 000 Zuschauer sahen eine über weite Strecken hochdramatische Begegnung, in der Kohlschreiber wohl eine der bittersten Niederlagen seiner Karriere einstecken musste.

Nieminen zu stark für Schüttler

Anschließend unterlag Rainer Schüttler (Korbach) erwartungsgemäß glatt mit 1:6, 3:6 gegen den Finnen Jarkko Nieminen. Der Stuttgarter Andreas Beck scheiterte bereits am Mittag. Der deutsche Meister konnte bei seinem Masters-Turnier-Debüt gegen den Serben Janko Tipsarevic nur anderthalb Sätze mithalten. Am Ende unterlag der 22-Jährige klar mit 6:3, 3:6, 1:6.

Damit steht von den sechs gestarteten deutschen Profis allein Nicolas Kiefer in der zweiten Runde des bedeutendsten deutschen Turniers. Der Hannoveraner hat in dem Schweizer Stanislas Wawrinka am Mittwoch allerdings einen sehr schweren Gegner. Der 23-Jährige stand am Sonntag im Finale von Rom und ist dadurch auf Platz zehn der Weltrangliste geklettert.

Kohlschreiber gab trotz seiner unglücklichen Niederlage in knapp zweieinhalb Stunden Zufriedenheit vor. "Es war ein sehr gutes Match, ich habe gegen einen der Topspieler lange Zeit dominiert", meinte der stets selbstbewusste Augsburger, der sich selbst lediglich ein Nachlassen der Konzentration nach einer 2:0-Führung im zweiten Satz ankreidete. "Wenn ich da durchspiele, geht es mit 6:2, 6:2 für mich aus", meinte er, "da muss ich konsequenter sein."

So musste er nach einer 2:0-Führung sofort ein Rebreak hinnehmen und es ging schließlich in den Tiebreak. Dort fehlten ihm bei einer 5:3 Führung nur zwei Punkte zum Erfolg, den "Sack zumachen" konnte er aber nicht. "Ich wusste, dass Robredo nie aufgibt", meinte Kohlschreiber, "ich habe leider bei einem Aufschlag im Tiebreak eine falsche Entscheidung getroffen und er hat das ausgenutzt."

Dem Schwaben waren gegen den an 13 gesetzten Hamburg-Sieger von 2006 die zwei Wochen Krankheitspause nicht anzumerken. Die Turniere in München und Rom musste der 24-Jährige wegen einer Virusinfektion absagen, in Hamburg aber präsentierte er sich körperlich in guter Verfassung. "Ich habe hier den Ball wieder gut getroffen und einen geilen Touch gehabt", meinte er.

Es ehrt ihn, dass er die schlimme Fehlentscheidung von Stuhlschiedsrichter Gerry Armstrong im zweiten Satz nicht für die Niederlage verantwortlich machte. Dennoch hatte sie entscheidenden Einfluss. Ein Breakball zum möglichen 4:2 landete wie die TV-Bilder bewiesen im Aus, der Linienrichter zeigte dies auch an, dennoch entschied der Schiedsrichter, dass der Ball gut gewesen sei. Nach einer längeren Diskussion mit dem Supervisor und beiden Spielern wurde der Punkt schließlich wiederholt.

"Der Schiedsrichter hat in dieser Situation gar nichts mehr mitgekriegt", meinte Kohlschreiber, "das ist sehr bitter für mich." Bei den Masters-Turnieren auf Sand gibt es das inzwischen bei Grand-Slam-Turnieren bewährte Hawk-Eye-System noch nicht, mit dem strittige Entscheidungen überprüft werden können. "Vielleicht sollte ich fordern, immer Hawk Eye einzusetzen", sagte "Kohli""es geht schließlich um sehr viel."

© SID

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