Tennis ATP
De Villiers plant Verkürzung der ATP-Saison

Ab 2008 können sich die Tennis-Profis auf eine kürzere Saison freuen. Der Verband ATP entsprach damit einer Forderung der Aktiven, die zuletzt aufgrund der vielen Verletzungen eine längere Pause gefordert hatten.

Der Druck der Profis auf die ATP zeigt Wirkung. Wie der neue Präsident Etienne de Villiers erklärte, wird es ab dem Jahr 2008 eine kürzere Saison geben. Damit wurde der Forderung der Spieler entsprochen, die wegen zahlreicher Verletzungen vehement eine längere Pause gefordert hatten. "Ich bin davon überzeugt, dass der Kalender zu lang ist, wir müssen ihn verkürzen und wir werden ihn verkürzen", erklärte der Südafrikaner am Rande der Australian Open: "Es ist aber unglaublich schwierig, etwa so kompliziert wie ein Schachspiel auf einem Rubik-Würfel."

In Melbourne kam die Diskussion über die zu lange Saison angesichts der verletzungsbedingten Absagen der Topspieler Marat Safin, Rafael Nadal und Andre Agassi erneut auf. Da eine mehrmals angedachte Verschiebung des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres wegen der australischen Sommerferien aber wenig wahrscheinlich ist, wird jetzt über ein Saisonende bereits im Oktober statt Anfang Dezember nachgedacht.

Bedeutung des Doppels soll verstärkt werden - Kampf gegen Doping angekündigt

Die Saisonverkürzung gehört zu einem Fünf-Jahres-Plan, den de Villiers in Melbourne den ATP-Direktoren vorgestellt hat. Darin soll auch die Bedeutung der Doppel verstärkt und der Kampf gegen Doping forciert werden. Eine über halbjährige Wartezeit wie jüngst im Fall des Argentiniers Mario Puerta zwischen der Entnahme der Probe und Veröffentlichung des Ergebnisses solle es nicht mehr geben.

Der ehemalige Disney-Manager de Villiers wurde von der ATP-Direktorenversammlung, in der Vertreter der Spieler und Turniere sitzen, während der Australian Open in Melbourne aus seiner seit Juni ausgeübten Teilzeittätigkeit als Vorsitzender heraus zum Präsidenten befördert. Er wird damit hauptamtlich für die ATP tätig und tritt die Nachfolge des Amerikaners Mark Miles an, der den Posten nach 15 Jahren Mitte des Jahres aufgegeben hatte.

© SID

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