Tennis ATP
Federer: "Es fehlt an ein paar Kleinigkeiten"

Nach dem Viertelfinal-Aus beim ATP-Masters in Miami wartet Roger Federer weiter auf seinen ersten Turniersieg 2008. "Ich brauche einfach noch ein paar Matches", so der Schweizer.

Trotz seiner derzeitigen Durststrecke bleibt Roger Federer ganz ruhig. "Ich fühle mich ganz gut. Ich brauche aber einfach noch ein paar Matches, es fehlt ein bisschen an ein paar Kleinigkeiten", sagt der beste Tennisspieler der Welt.

Vor allem fehlt es Federer am nächsten Erfolgserlebnis: In diesem Jahr hat er noch kein Turnier gewonnen, noch kein Finale erreicht. Nun machte ihm Andy Roddick, den er zuvor in 16 Spielen 15-mal bezwungen hatte, mit einem 7:6 (7:4), 4:6, 6:3 im Viertelfinale beim Masters von Miami einen Strich durch die Rechnung.

Seit er 19 Jahre alt war und in Mailand 2001 seinen ersten Titel auf der ATP-Tour gewann, ist Federer nicht mehr so schwach in ein Jahr gestartet. Ausgerechnet jetzt beginnt in Estoril die Saison auf dem ungeliebten Sand, nur sechs seiner 53 Titel hat Federer auf Asche bislang gewonnen.

Triumph auf Pariser Sand fehlt noch

Und der nächste Höhepunkt Ende Mai sind die French Open, das einzige Grand-Slam-Turnier, das der Schweizer noch nie gewonnen hat. Gerade hier trumpft zudem Sandplatzkönig Rafael Nadal, der die Liste der Federer-Herausforderer weiter vor Australian-Open-Champion Novak Djokovic anführt, regelmäßig auf.

Verkrampfen werde er trotz seiner ungewohnten Negativserie aber nicht, so Federer. "Ich bin einfach irgendwie enttäuscht, dass da im Finale nicht mein Name steht. Dass andere Spieler da stehen, obwohl ich das Gefühl habe, dass ich das Spiel habe, um da zu sein", meinte der 12-malige Grand-Slam-Sieger nach seinem Miami-Aus. So werden sich die Konkurrenten auch hüten, den seit dem 4. Februar 2004 an der Weltranglistenspitze stehenden Eidgenossen abzuschreiben.

Auf die Hilfe eines Trainers verzichtet Federer aber weiterhin. Einen Nachfolger für Tony Roche, von dem er sich im Mai 2007 trennte, hat er noch nicht und verspürte bei der Suche bislang auch keine Eile.

Zumindest körperlich ist er nach dem Pfeifferschen Drüsenfieber zu Jahresbeginn schon fast wieder der Alte. "Ich habe meinen Konditionstrainer Pierre Paganini gefragt. Er sagte, ich sei bei 95 Prozent, und das hat mir genügt", so Federer.

Vier Turniere in 2008 wartet er jetzt auf eine Finalteilnahme, für einen wie Federer eine Negativ-Serie. Hinzu kommen die erste Erstrundenniederlage seit dreieinhalb Jahren in Dubai gegen den Briten Andy Murray und die völlig unerwartete Halbfinal-Pleite in Indian Wells gegen Mardy Fish, zu dem Zeitpunkt 98. der Weltrangliste.

© SID

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