Tennis ATP
Federer ringt Roddick in drei Sätzen nieder

Beim Masters Cup in Schanghai hat Roger Federer sein zweites Spiel 4:6, 7:6 (10:8), 6:4 gegen Andy Roddick gewonnen. Im zweiten Spiel des Tages schlug Ivan Ljubicic Titelverteidiger David Nalbandian 5:7, 7:6 (9:7), 7:5.

Der Weltranglistenerste Roger Federer (Schweiz) hat beim Masters Cup in Schanghai lange kämpfen müssen, bevor der zweite Sieg dann endlich unter Dach und Fach war. Nach der Abwehr von drei Matchbällen bezwang der Vorjahresfinalist Andy Roddick aus den USA in einem hochklassigen Match nach 2:29 Stunden 4:6, 7:6 (10:8), 6:4 und steht damit vor dem Einzug ins Halbfinale.

Federer, der am Donnerstag in seinem letzten Spiel in der Roten Gruppe gegen den Kroaten Ivan Ljubicic antritt, verbuchte im 94. Spiel der laufenden Saison den 89. Sieg und den 26. Erfolg hintereinander. Seine Bilanz gegen Roddick baute der 25-Jährige, der zum Auftakt in der Neuauflage des Vorjahresfinals Titelverteidiger David Nalbandian (Argentinien) bezwungen hatte, auf zwölf zu eins Siege aus. Für den zweiten Erfolg in der Roten Gruppe kassierte Federer 100 000 Dollar und hat als erster Spieler der ATP-Geschichte mehr als sieben Mill. Dollar Preisgeld in einer Saison verdient. Federer schraubte die Gewinnsumme in seiner bislang besten Saison auf exakt 7 013 585 Dollar.

Nalbandian fast ohne Chancen auf Finalteilnahme

Im zweiten Spiel am Dienstag büßte Titelverteidiger David Nalbandian beim denkbar knappen 7:5, 6:7 (7:9), 5:7 gegen den Kroaten Ivan Ljubicic fast alle Chancen auf die Finalteilnahme ein. Der Argentinier hatte zum Auftakt gegen Federer ebenfalls in drei Sätzen verloren und benötigt jetzt möglichst einen Zweisatz-Sieg gegen Andy Roddick. Gleichzeitig muss er auf die Schützenhilfe von Federer im Match gegen Ljubicic hoffen.

Roddick hatte Federer im Tiebreak des zweiten Satzes am Rande einer Niederlage. Doch trotz einer 4:1-Führung schaffte es der 24-Jährige nicht, das Match nach Hause zu bringen. "Als er dann noch Aufschlag hatte, dachte ich, dies könnte vielleicht nicht mein Tag sein", sagte Federer, der aber das Feld nicht kampflos räumen wollte und nach 2:29 Stunden den zweiten Matchball verwandelte.

"Ich habe mir gedacht, wenn ich im Spiel bleibe, wird er nervös. Und so kam es. Allerdings war es knapp. Ich wollte aber nicht verlieren und hatte auch das Gefühl, dass ich der bessere Spieler bin. So habe ich mich wieder aufgebaut", so Federer.

Roddick: "Das ist hart für mich"

Andy Roddick, der im ersten Spiel des mit 3,7 Mill. Dollar dotierten Saisonfinals Ljubicic in drei Sätzen bezwungen hatte, trauerte nach der Neuauflage des US-Open-Finales seinen vergebenen Chancen nach. "Ich war in der Position zu gewinnen, das ist hart für mich", sagte "A-Rod" nach seiner achten Pleite in Serie gegen den übermächtigen Eidgenossen.

Seinen Frust bekam ein chinesischer Journalist in geballter Ladung ab. Als dieser fragte, warum er nicht öfter ans Netz gegangen wäre, fuhr Roddick aus der Haut: "Mein Serve-und-Volley-Spiel hat mich heute nach vorne gebracht und Sie sagen, es hat nicht funktioniert? Lernen Sie erstmal etwas über Tennis."

© SID

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