Tennis ATP
Kohlschreiber zieht ins Semifinale von München ein

Michael Kohlschreiber hat beim ATP-Turnier in München den Sprung ins Halbfinale geschafft. Der Augsburger schlug Sebastian Grosjean 6:4, 7:6 (7:5). Nächster Gegner ist Marcos Baghdatis, der Alexander Waske ausschaltete.

Nach einem überwiegend beeindruckenden Auftritt steht Philipp Kohlschreiber im Halbfinale des ATP-Turniers in München. Der 23 Jahre alte Augsburger bezwang Sebastian Grosjean aus Frankreich, der in der ersten Runde den topgesetzten Tommy Haas besiegt hatte, mit 6:4, 7:6 (7:5). Für Kohlschreiber ist es in seiner Karriere das erste Semifinale auf der Tour. "Ich bin meinem Wunsch, ins Finale zu kommen, wieder einen Schritt näher gekommen, und ich wünsche mir mal einen Turniersieg", sagte er kess nach dem bislang größten Erfolg seinen Karriere.

Für den Daviscuspieler war es im vierten Versuch der erste Sieg in einem Viertelfinale. Nach 90 Minuten saß der erste Matchball. Zuvor hatte der Rechtshänder allerdings im zweiten Satz schon mit zwei Breaks und 4:1 in Führung gelegen. In der Vorschlussrunde am Samstag trifft Kohlschreiber nun auf den Zyprer Marcos Baghdatis: Der Finalist der Australian Open von 2006 hatte gegen den unbekümmerten Alexander Waske (Frankfurt/Main) seine liebe Müh und Not und setzte sich erst nach hartem Kampf und mit einigen unsportlichen Mätzchen 2:6, 7:6 (7:5), 6:4 gegen den deutschen Daviscup-Spieler durch.

"Auf Sand fühle ich mich pudelwohl"

Wie nach seinem souveränen Zwei-Satz-Erfolg gegen den an Nummer fünf gesetzten Jarkko Nieminen (Finnland) versicherte Kohlschreiber: "Ich bin gut drauf, ich brauche mich vor niemandem verstecken. Und auf Sand fühle ich mich pudelwohl."

In das Duell gegen Grosjean, der in der Weltrangliste neun Ränge hinter ihm steht, ging der auf Position 49 geführte Kohlschreiber wie schon in den Partien zuvor mit großem Selbstbewusstsein. "Ich versuche ihn wegzuhauen", hatte er angekündigt, ließ den etwas übermütigen Worten allerdings auch Taten folgen: Nach einem Break zum 4:2 gewann der Rechtshänder den ersten Satz nach 32 Minuten, im zweiten machte er es dann aber ohne Not noch einmal ein wenig spannend.

"Als Mensch und Tennisspieler Fortschritte gemacht"

Wie schon gegen Nieminen geriet Kohlschreiber auch diesmal ins Wackeln. Nach einem zweiten Break zum 4:1 im zweiten Satz ließ er vorübergehend ein wenig nach. Eine Schwäche, die der Schwabe längst erkannt hat: "In wichtigen Situationen fehlt mir oft noch die nötige Abgebrühtheit und Routine." Doch Kohlschreiber hat spätestens in diesem Jahr auch "große Fortschritte gemacht, als Mensch und als Tennisspieler", wie Daviscup-Kapitän Patrik Kühnen beobachtet hat.

Möglicher Finalgegner von Kohlschreiber wäre Michael Juschni: Der an Nummer drei gesetzte Russe besiegte den Österreicher Jürgen Melzer 6:2, 7:6 (7:5). Juschni, Nummer 17 der Weltrangliste, trifft in der Runde der letzten Vier auf den an Nummer zwei gesetzten Tschechen Tomas Berdych, der Nicolas Devilder (Frankreich) 6:4, 6:0 besiegte.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%