Tennis ATP
Waske trifft im Viertelfinale auf Baghdatis

Als erster deutscher Tennis-Profi hat Alexander Waske das Viertelfinale beim ATP-Turnier in München erreicht. Der Daviscupspieler besiegte den deutschen Qualifikanten Daniel Brands und trifft nun auf Marcos Baghdatis.

Nach der erneuten Erstrunden-Pleite von Tommy Haas schicken sich seine Daviscup-Kollegen an, die Durststrecke der deutschen Tennis-Profis beim ATP-Turnier in München zu beenden. Als erster der sechs Deutschen, die zuvor in die zweite Runde eingezogen waren, erreichte am Mittwoch Alexander Waske das Viertelfinale der mit 353 450 Euro dotierten Veranstaltung, die seit Michael Stich 1994 kein Lokalmatador gewonnen hat. Der 31 Jahre alte Frankfurter besiegte den 19 Jahre alten Qualifikanten Daniel Brands aus Bogen mit 7:6 (8:6), 7:6 (7:5).

Bachinger ärgert Baghdatis

Waske trifft nun erwartungsgemäß auf Marcos Baghdatis aus Zypern: Der Finalist der Australian Open von 2006 setzte sich aber nur mit erheblicher Mühe mit 6:7 (6:8), 6:2, 6:4 gegen Qualifikant Matthias Bachinger (Dachau) durch. Der deutsche Nobody stand dabei auf dem Center Court dicht vor einer Sensation gegen den an Nummer drei gesetzten Baghdatis: Im dritten Satz lag der Bayer, als 211. der Weltrangliste weit hinter seinem Gegner (19.) platziert, zum Stand von 4:2 mit einem Break in Führung, ehe sich der Zyprer noch einmal zusammenriss.

Auch Waskes Einzug ins Viertelfinale war alles andere als ein Spaziergang. Qualifikant Brands verlangte dem Routinier alles ab und schlug zu dessen Erstaunen vor allem sehr konstant gut auf. "Gib dem Jungen mal noch ein paar Jahre, da kann was draus werden. Guter Typ, netter Kerl, hat den Kopf an der richtigen Stelle", sagte Waske über seinen erst 19 Jahre alten, hochaufgeschossen Gegner, der zurzeit in der Weltrangliste nur auf Rang 370 steht und in München erstmals das Hauptfeld eines ATP-Turniers erreicht hatte.

Becker liefert Juschni großen Kampf

Teuer verkaufte sich auch Benjamin Becker - allerdings ohne Erfolg. Der 25 Jahre alte Saarländer lieferte dem Russen Michail Juschni, der am Aumeister immerhin an Nummer drei gesetzt ist, in seiner Zweitrundenbegegnung einen großen Kampf, unterlag am Ende nach 1:55 Stunden aber mit 6:7 (4:7), 6:7 (3:7). Damit haben nur noch zwei weitere Deutsche die Chance aufs Viertelfinale: Philipp Kohlschreiber (Augsburg), der kess den Turniersieg als Ziel ausgegeben hat, spielt am Donnerstag gegen den an Nummer fünf gesetzten Finnen Jarkko Nieminen, Tobias Summerer (Freising) tritt gegen den Franzosen Nicolas Devildere an.

Das Ausscheiden von Haas, der sich nach seinem 4:6, 4:6 gegen den Franzosen Sebastien Grosjean sogar Pfiffe vom Münchner Publikum gefallen lassen muste, hinterließ derweil leichte Verunsicherung bei den Veranstaltern. Der Wahlamerikaner hatte nach seiner Pleite nicht ausgeschlossen, dass sein achter Auftritt am Aumeister sein letzter gewesen sein könnte. Haas hat freilich noch einen Vertrag, der eine Teilnahme in München auch 2008 vorsieht. Zunächst ließ er verlauten, noch ein paar Tage in München bleiben zu wollen, um sich hier auf das Turnier in Rom in der kommenden Woche vorzubereiten.

© SID

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