Tennis Daviscup
Haas ist der Leitwolf im Daviscup-Team

Um gegen Thailand den Klassenerhalt in der Weltgruppe zu schaffen, setzt das deutsche Daviscup-Team vor allem auf den hochmotivierten Tommy Haas. "Es ist immer noch mein großer Traum, den Daviscup zu gewinnen."

Seine persönlichen Ziele stellt Tommy Haas in dieser Woche gerne hinten an. "Ich bin immer bereit, Daviscup zu spielen", sagt Deutschlands bester Tennisspieler. Denn immerhin hat der gebürtige Hamburger als aktuelle Nummer zehn der Jahreswertung auch noch die große Chance sich für das Saisonfinale der acht weltbesten Profis im November in Schanghai zu qualifizieren. Dass ihm die Daviscup-Relegation gegen Thailand am kommenden Wochenende in Düsseldorf vielleicht ein bisschen die Terminplanung durcheinander bringt, bestreitet Haas nicht, aber: "Es ist immer noch mein großer Traum, den Daviscup zu gewinnen. Dafür gebe ich alles."

Unerwartete Niederlage gegen Frankreich

Wieder mal ist Haas der Leitwolf der deutschen Mannschaft, die in diesem Jahr zum vierten Mal hintereinander in der Relegation um die Zugehörigkeit zur Weltgruppe kämpfen muss. Durch die Niederlage gegen Weißrussland 2003 in Sundern war Deutschland erstmals in die internationale Zweitklassigkeit abgestiegen und hat sich seither nicht mehr in der ersten Liga etablieren können. 2004 war Gastgeber Slowakei im Play-off in Bratislava zu stark. 2005 gelang durch einen Sieg gegen die Tschechen in Liberec zwar der Aufstieg, doch die unerwartete Niederlage in der ersten Runde im Februar in Halle gegen Frankreich zwang die Deutschen erneut in die Relegation.

"Klar ist es ein bisschen nervig, jedes Jahr im September Play-off zu spielen", gab Teamkapitän Patrik Kühnen am Dienstag in Düsseldorf zu: "Natürlich würden wir uns jetzt auch lieber auf ein Halbfinale vorbereiten, aber was hilft das? Es ist wie es ist, aber wir gehören definitiv in die erste Liga."

Waske im Doppel an Haas´ Seite

Die Erfahrungen der letzten Jahre nutzen und in positive Energie umwandeln, das ist das Ziel der Mannschaft in dieser Woche. "Wir müssen hier und jetzt mit einem Sieg gegen Thailand die Basis für die Zukunft schaffen", sagt Kühnen, der keinen Hehl daraus macht, dass diese Zukunft eigentlich schon in Halle anfangen sollte: "Da waren wir ganz klar in einer Aufbruchstimmung, mit der Niederlage gegen Frankreich hatte eigentlich keiner so richtig gerechnet."

Damit auch 2007 Aufbruch angesagt ist, sollen Tommy Haas, Florian Mayer, Philipp Kohlschreiber, Alexander Waske und Michael Kohlmann möglichst schon vor den beiden abschließenden Einzeln am Sonntag alles klar machen. Die Einzel gegen Thailands Weltklassemann Paradorn Srichaphan und Danai Udomchoke werden aller Voraussicht nach Haas und der in den letzten Wochen wiedererstarkte Mayer bestreiten, das Doppel plant Kühnen vorläufig mit Haas und Waske. Bis zur Auslosung am Donnerstag im Düsseldorfer ISS-Dome muss der Teamchef noch einen Spieler aus dem Aufgebot streichen.

Kiefer soll als Zuschauer kommen

Einer, der eigentlich eine feste Größe in Kühnens Kader ist, hat sich bereits vor Wochen selber gestrichen. Nicolas Kiefer hatte wegen seiner bei den French Open erlittenen Handverletzung, die sogar eine Operation erforderlich machte, bereits Anfang August seine Teilnahme abgesagt. Seither hat Kühnen nichts mehr von ihm gehört, auch auf den Tennisplatz ist Kiefer seit den French Open nicht mehr zurückgekehrt. Für das Wochenende hat er allerdings einen Besuch in Düsseldorf angekündigt. "Das", sagt Kühnen, "weiß ich aber auch nur vom Deutschen Tennis Bund, nicht von Kiwi persönlich."

© SID

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