Tennis Daviscup
Kühnen verspricht Belgien ein "nettes Tänzchen"

Selbstbewusst und voller Hoffnung will das deutsche Team in die Daviscup-Partie gegen Belgien gehen. Tommy Haas wittert in Ostende eine "Riesenchance" und Teamchef Patrik Kühnen glaubt an seine hochmotivierten Spieler.

Zwei Tage vor dem ersten Aufschlag im Daviscup-Viertelfinale gegen Belgien herrscht im deutschen Lager Optimismus und Vorfreude. "Da wartet eine Riesenchance auf uns", erklärte der Weltranglistenzehnte Tommy Haas auf seiner Homepage (www.Tommyhaas.com). Der raue Wind der Nordseeküste soll den Gastgebern am Osterwochenende in Ostende jedenfalls so richtig ins Gesicht blasen. "Ich würde mal sagen, dass die Belgier sicher die Favoriten sind", sagte Teamchef Patrik Kühnen 24 Stunden vor der Auslosung am Donnerstag (12.30 Uhr): "Aber ich verspreche ihnen ein nettes Tänzchen, denn meine Jungs sind heiß wie Frittenfett."

Heiß darauf, zum ersten Mal seit 1995 wieder das Halbfinale des renommierten Wettbewerbs zu erreichen, in dem Boris Becker und Michael Stich vor zwölf Jahren in Moskau an Gastgeber Russland scheiterten. Neun Matchbälle vergab Stich damals im entscheidenden letzten Einzel gegen Andrej Tschesnokow. Kühnen hatte seine Daviscup-Karriere seinerzeit schon beendet, kann sich aber trotzdem noch bestens an dieses denkwürdige Match erinnern: "So ein Ding vergisst man nie."

Kühnen hält den zweiten Einzelspieler noch geheim

In Ostende soll das ganz anders laufen, dafür hat Kühnen die Mannschaft schon am vergangenen Donnerstag zusammengetrommelt. Am Samstag sahen Tommy Haas, Florian Mayer, Philipp Kohlschreiber, Alexander Waske und Michael Kohlmann im Münchner WM-Stadion das Spiel der Bayern gegen Schalke 04, seit Sonntag ist das Team in Ostende. In der Sleuyter-Arena konnten Deutsche wie Belgier allerdings erst am Mittwoch trainieren. "Die haben den Boden erst nach einem Basketballspiel am Samstagabend verlegt", berichtete Kühnen: "Ein bisschen spät, aber was soll´s. Die Belgier durften ja auch nicht vorher rein." Im Ausweichquartier war es laut Kühnen "zwar eiskalt, aber ansonsten völlig okay".

Dass der Sand in der 5 000 Zuschauer fassenden Sleuyter-Arena in der Kürze der Zeit vermutlich nicht ganz so hart wird wie es sich die Deutschen gewünscht hätten, sieht Kühnen gelassen: "So ist halt Daviscup, damit muss man umgehen können, wen man so große Ziele hat wie wir." Wer diese Ziele neben dem gesetzten Weltklassemann Tommy Haas und dem gegen Kroatien ebenfalls überragenden Doppel Waske/Kohlmann als zweiter Einzelspieler verfolgen soll, wollte Kühnen am Mittwoch noch nicht verraten. "Ich habe mich festgelegt, aber ich möchte den Belgiern nicht unnötig früh in die Karten spielen." Auf Seiten der Gastgeber erwartet Kühnen Olivier Rochus und Kristof Vliegen in den Einzeln.

Die deutschen Tennisfans können sich auf ein spannendes Osterwochenende vor dem Fernseher freuen. DSF überträgt an allen drei Tagen live aus Ostende. Der Sieger trifft im Halbfinale vom 21. bis 23. September auf Frankreich oder Russland. Deutschland müsste in beiden Fällen auswärts antreten.

© SID

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