Tennis Daviscup
Waske und Kohlmann machen Halbfinal-Einzug perfekt

Das deutsche Daviscup-Team steht im Daviscup-Halbfinale. Im Doppel machten Alexander Waske und Michael Kohlmann durch ein 4:6, 6:2, 6:3, 6:1 gegen Belgiens Olivier und Christophe Rochus den Triumph perfekt.

Zum ersten Mal seit 1995 steht wieder eine deutsche Daviscup-Mannschaft im Halbfinale der Weltgruppe. Im Viertelfinale gegen Gastgeber Belgien in Ostende holten Alexander Waske und Michael Kohlmann mit einem 4:6, 6:2, 6:3, 6:1 gegen die Rochus-Brüder Olivier und Christophe den entscheidenden dritten Punkt.

Waske und Kohlmann wirkten im Doppel zunächst nicht so druckvoll und überzeugend wie sie sich in der ersten Runde in Krefeld gegen Kroatien präsentiert hatten. Erschwerend kam hinzu, dass Kohlmann seinen Aufschlag nicht halten konnte und Waske seinen zum 4:6 im ersten Satz abgab.

Rochus-Brüder mit vielen Fehlern

Auch im zweiten Durchgang waren die deutschen Aktionen nicht unbedingt zwingend, doch das belgische Brüderpaar machte es seinen deutlich größeren Kontrahenten durch unzählige Fehler leicht. Vor allem Christophe Rochus stand auf verlorenem Posten und gewann von seinen neun Aufschlagspielen lediglich zwei. Nach 2:24 Stunden brachte Kohlmann sein Service zum Matchgewinn durch.

Am Freitag hatte Tommy Haas das Auftakteinzel gegen Kristof Vliegen mit 6:7 (4:7), 7:5, 6:4, 6:2 gewonnen. Im Anschluss daran erhöhte Philipp Kohlschreiber in seinem ersten Daviscup-Match mit einem 6:3, 7:5, 7:6 (7:4) gegen Olivier Rochus auf 2:0.

Haas: "Ich will unbedingt gewinnen"

"Ich mache mir im Daviscup nie so viele Gedanken darüber, wie ich spiele, sondern dass ich den Punkt gewinne", erklärte Haas im Anschluss an seinen Einzel-Erfolg. Der Druck sei in diesem Jahr, das möglicherweise sein letztes im Daviscup ist, besonders groß: "Ich will unbedingt gewinnen, wirklich unbedingt. Deshalb ist es schon eine enorme Anspannung."

Die Partie auf dem tiefen roten Sand vor 4 000 Zuschauern in der Sleuyter-Arena war vom ersten Ballwechsel an die von den Deutschen befürchtete und von den Belgiern beabsichtigte Wühlerei. Haas, den die Gastgeber auf dem ungeliebten Belag neutralisieren wollten, hielt dennoch gut mit, doch Leichtsinnsfehler und eine streckenweise zu große Hektik der deutschen Nummer eins ließen Vliegen in den ersten anderthalb Sätzen das Match diktieren.

"In der Halle war es sehr laut", berichtete Haas: "Ich habe mich in den ersten beiden Sätzen zu sehr darauf konzentriert, das war falsch. Danach ging es dann besser." Vliegen gewann den ersten Satz im Tiebreak und legte auch im zweiten Durchgang ein 2:0 vor, aber Haas ließ sich von dem Rückstand nicht aus der Fassung bringen.

Kohlmann ersetzt Haas

In den abschließenden Einzeln gönnt sich Haas eine Pause. Der Weltranglistenneunte wird von Kohlmann ersetzt. Kohlmann trifft auf Olivier Rochus, im Anschluss stehen sich Philipp Kohlschreiber und Kristof Vliegen gegenüber. Haas wird unterdessen am Sonntag schon nach Houston fliegen, um sich dort auf das am Montag beginnende ATP-Turnier vorzubereiten.

Deutschland spielt im Halbfinale vom 21. bis 23. September gegen Frankreich oder Russland und muss in jedem Fall auswärts antreten. Zuletzt hatten Boris Becker und Michael Stich 1995 das Halbfinale gegen Russland in Moskau mit 2:3 verloren. Stich vergab dabei im denkwürdigen letzten Einzel gegen Andrej Tschesnokow neun Matchbälle.

© SID

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