Tennis French Open
Henin-Hardenne vor dem Durchmarsch

Justine Henin-Hardenne hat auf dem Weg ins Finale der French Open keinen Satz abgegeben und geht als haushohe Favoritin in das Endspiel gegen Swetlana Kusnezowa. Die Belgierin gewann das Turnier bereits 2003 und 2005.

Justine Henin-Hardenne steht bei den French Open vor dem perfekten Durchmarsch. Im Finale wartet heute die Russin Swetlana Kusnezowa. Nachdem Henin-Hardenne im vergangenen Jahr die Französin Mary Pierce in zwei Sätzen vom Platz fegte, versucht sich heute Swetlana Kusnezowa an der Belgierin, die auf dem Weg ins Finale nicht einen Satz abgegeben hat. Natürlich will Henin-Hardenne von ihrer Favoriten-Rolle nichts wissen: "Ich rede nicht so gerne von Favoriten oder so. Das machen die Medien. Aber auf dem Platz stehst du jemandem gegenüber, der das Gleiche will wie du selbst".

Statistiken sprechen für Sieg der Belgierin

Dabei sprechen die Statistiken eindeutig für die 24-Jährige. Von elf Partien gegen Kusnezowa hat sie zehn gewonnen. Ihre Landsmännin Kim Clijsters besiegte sie genau wie alle anderen Gegner auf dem Weg ins Finale in zwei Sätzen (6:3, 6:2). Kusnezowa hingegen quälte sich über ein 5:7, 7:6, 6:2 gegen Teenager Nicole Vaidiszova aus Tschechien ins Finale.

Nicht zuletzt ist die rote Asche von Roland Garros der erklärte Lieblingsplatz von Henin-Hardenne. "Paris ist der Ort, an dem ich mein bestes Tennis spielen und gewinnen will. Das wird sich nie ändern", erzählt sie. Ihre vor einigen Jahren verstorbene Mutter Francoise hatte die kleine Justine schon als Zehnjährige mit nach Roland Garros genommen, und nachdem die Tochter 1992 den denkwürdigen Sieg von Monica Seles über steffi Graf gesehen hatte, versprach sie ihrer Mutter: "Eines Tages werde ich auch da unten spielen."

Damit sie nicht wieder wie schon im Januar im Finale der Australian Open in Melbourne wegen Magenproblemen aufgeben muss, versprach die Belgierin: "Ich werde bestimmt keine entzündungshemmenden Tabletten nehmen. Da könnt ihr sicher sein." Ihr Magen rebellierte in Australien nach der ständigen Einnahme solcher Medikamente.

Nur Kusnezowa steht drittem Roland-Garros-Erfolg im Weg

Diesmal dürfte einzig Swetlana Kusnezowa dem dritten Titelgewinn in Paris von Henin-Hardenne noch im Weg stehen. "Swetlana hat bereits einen Grand Slam gewonnen. Sie hat Erfahrung. Das wird ein hartes Match", sagt Henin-Hardenne. Schon im vergangenen Jahr gab es das Duell in Paris. Damals vergab Kusnezowa im Achtelfinale gleich zwei Matchbälle gegen Henin-Hardenne. Im Jahr zuvor erlebte sie die gleiche Situation gegen Anastasia Myskina aus Russland.

"Es bedeutet mir sehr viel, dass ich es ins Finale geschafft habe. Denn ich habe trotz aller Rückschläge nicht aufgegeben. Ich habe einfach weiter gearbeitet", erklärte Kusnezowa und fügte selbstbewusst hinzu: "Justine wird schon sehr gut spielen müssen, um mich zu besiegen."

© SID

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