Tennis French Open
Ivanovic triumphiert bei den French Open

Ana Ivanovic hat die French Open gewonnen. Im Endspiel setzte sich die Serbin 6:4, 6:3 gegen Dinara Safina aus Russland durch. Ab Montag ist Ivanovic neue Weltranglistenerste.

Ana Ivanovic hat sich ihren ersten Grand-Slam-Titel gesichert. Die Serbin entschied in Paris das Endspiel der French Open durch einen 6:4, 6:3-Erfolg über Dinara Safina (Russland) für sich und war damit in ihrem dritten Grand-Slam-Finale erstmals erfolgreich.

Schon nach ihrem Endspieleinzug am Donnerstag war klar, dass sie ab Montag Maria Scharapowa (Russland) ablösen wird und damit als zweite Serbin nach Monica Seles die Spitze der Weltrangliste erklimmt.

"Es ist einfach wunderbar"

Nach dem Matchball nach 1:38 Stunden schlug Ivanovic die Hände vors Gesicht und ging kurz in die Knie. "Mir fehlen die Worte, meine Gefühle zu beschreiben", sagte sie, "es ist einfach wunderbar." Anschließend kletterte sie über einen Schiedsrichterstuhl in die Ränge und umarmte herzlich ihren Bruder und die Eltern Dragana und Miroslav. "Ich bin froh, dass ich am Ende ruhig geblieben bin", meinte die Siegerin, "das Finale letztes Jahr war eine gute Erfahrung für mich."

Dinara Safina stand in ihrem ersten Endspiel bei einem der vier wichtigsten Turniere. Die 22-Jährige verpasste durch die Niederlage die Chance, ein Stück Tennisgeschichte zu schreiben. Noch nie konnte ein Bruder-Schwester-Paar jeweils einen Major-Titel gewinnen. Ihr Bruder Marat Safin war 2000 bei den US-Open in New York und 2005 bei den Australian Open in Melbourne erfolgreich. Sie rückt in der neuen Weltrangliste vom 14. auf den neunten Platz vor. "Ich bin trotz der Niederlage sehr froh über das Turnier", meinte sie, "ich hoffe, ich kann daraus viel für das nächste Jahr lernen. Je t'aime, Paris."

Henin nahm Siegerehrung vor

Die Siegerehrung wurde von Vorjahressiegerin Justine Henin vorgenommen, die ihre Karriere überraschend vor drei Wochen nach einer Niederlage gegen Safina in Berlin aus persönlichen Gründen beendet hatte. Unter den 15 000 Zuschauern war auch IOC-Präsident Jaques Rogge.

Vor einem Jahr hatte Ivanovic gegen Henin im Finale keine Chance. Ihre größere Erfahrung in einem so großen Match zahlte sich jedoch diesmal insbesondere im ersten Satz aus. Safina war die Nervosität am Anfang deutlich anzumerken. Die Russin, die auf dem Weg ins Endspiel nacheinander Maria Scharapowa und Jelena Dementiewa jeweils nach Abwehr eines Matchballs ausgeschaltet hatte, lag schnell mit 1:4 zurück. Ihre eigentlich präzisen und harten Grundschläge fanden nur selten das Ziel zu direkten Punkten. Ivanovic war immer wieder in der Lage zu kontern und selbst von der Grundlinie zu punkten.

Ivanovic nutzt zweiten Satzball

Erst etwa ab der 20. Minute hatte sich Safina freigespielt. Ihre Schläge wurden genauer, die Aufschläge besser. Auf einmal sahen die zuvor eher gelangweilten Zuschauer ein ausgeglichenes Match, in dem Safina mit zwei Breaks zum 4:4 ausgleichen konnte. Als ihr ein vermeidbarer Fehler mit der Rückhand unterlief, schrie sie ihren Frust laut hörbar heraus. Ivanovic breakte erneut und brachte den Satz nach Abwehr von zwei Breakbällen mit dem zweiten Satzball nach Hause.

Den spektakulärsten Ballwechsel konnten die Zuschauer im dritten Satz des zweiten Satzes bejubeln. Nach gefühlten 100 Ballwechseln mit mehreren Schmetterbällen auf beiden Seiten und Abwehraktionen mit Mondbällen spielte Safina schließlich einen Stop, den Ivanovic erlief und mit einem Gegenstop punktete.

Typisch für das Match, in dem Ivanovic eben oft das bessere und glücklichere Ende für sich hatte. Sie breakte in diesem Spiel bereits vorentscheidend zum 2:1 und beendete die Partie schließlich mit ihrem ersten Matchball.

© SID

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