Tennis French Open
Lisicki scheitert in Runde eins

Sabine Lisicki hat die erste Runde bei den French Open nicht überstanden. Die Berlinerin unterlag der Tschechin Lucie Safarova mit 2:6, 6:1, 1:6.

Die Tränen liefen ihr über das Gesicht und das verlorene Tennisspiel war erstmal egal. Als Sabine Lisicki das 2:6, 6:1, 1:6 gegen Lucie Safarova aus Tschechien und das Erstrundenaus bei den French Open erklären wollte, versagte ihr die Stimme und die 19-Jährige musste sich nach einer harten Woche erstmal sammeln.

"Ich bin am Dienstag aus dem Krankenhaus entlassen worden und hatte zwei Wochen nicht gespielt. Ich habe alles versucht, aber es hat nicht gereicht", sagte Lisicki und hatte nur einen Wunsch: "Ich will erstmal wieder normal essen."

An Operation vorbeigekommen, aber noch nicht fit

Am vorvergangenen Freitag wollte sie eigentlich zum Turnier nach Warschau aufbrechen. Doch dann kamen heftige Bauchschmerzen und Lisicki ins Krankenhaus in Berlin. Die Ärzte bereiteten sie nach einigen Untersuchungen schon auf eine Blinddarm-Operation vor. Doch dann kamen noch schwerere Fälle dazwischen, Lisicki musste eine Nacht auf die OP warten. "Das war mein Glück. Denn dann hieß es, es sei doch nicht der Blinddarm", sagt die 19-Jährige, "ich war erleichtert und hatte Glück, dass die Chirurgen nicht konnten."

Eine Operation hätte eine lange Pause nach sich gezogen. "Ich hätte bestimmt sechs Wochen nicht spielen können, damit das Narbengewebe nicht wieder aufbricht", sagte Lisicki. So wollte sie es nach fünf Tagen im Krankenhaus, praktisch ohne etwas zu essen, in Paris aber unbedingt versuchen. "Es war wie ein Geschenk für mich, dass ich hierher fahren konnte. Und die Ärzte haben gesagt, ich kann spielen", meinte die beste deutsche Tennisspielerin. Die Zeit, um wieder zu Kräften zu kommen, sei dann aber doch zu kurz gewesen. "Bei einem Grand Slam muss man fit sein, das war ich nicht."

Kraft reicht nicht zum Sieg

Gegen Safarova schaffte sie es immerhin, sich im zweiten Satz aufzubäumen und das Aus hinauszuzögern. Doch nach 1:41 Stunden war die Energie aufgebraucht. Auch an das nächste mögliche Duell mit Venus Williams konnte Lisicki gar nicht denken. Die Wimbledonsiegerin aus den USA, gegen die Lisicki auf dem Weg zu ihrem ersten Turniersieg im April in Charleston gewonnen hatte, wäre ihre Gegnerin der zweiten Runde gewesen. Alles was Sabine Lisicki nach ihrem zweiten Auftritt bei den French Open wollte, war aber eben nur wieder vernünftig zu essen. "Und erstmal Kraft sammeln", sagte die Blondine.

© SID

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