Tennis French Open
Nadal macht Traumfinale gegen Federer perfekt

Wie im Vorjahr treffen im Finale der French Open die beiden weltbesten Tennisspieler aufeinander. Nach Roger Federer gewann auch der zweimalige Champion Rafael Nadal sein Halbfinale gegen Novak Djokovic ohne Satzverlust.

Das Traumfinale von Paris ist angerichtet: Bei den French Open schafften die beiden derzeit weltbesten Tennisspieler Roger Federer und Rafael Nadal den Sprung ins Endspiel und kämpfen wie im Vorjahr um den Titel beim bedeutendsten Sandplatzturnier der Welt.

Federer setzte sich im Halbfinale mit einem 7:5, 7:6 (7:5), 7:6 (9:7)-Erfolg gegen den Russen Nikolaj Dawydenko durch und greift im Gipfeltreffen am Sonntag nach dem letzten noch fehlenden Grand-Slam-Titel seiner Karriere. Im Weg steht dem Schweizer dabei allerdings Titelverteidiger Nadal, der sein Halbfinale mit 7:5, 6: 4, 6:2 gegen den aufstrebenden Serben Novak Djokovic gewann.

Federer erwartet ein "besonderes Match

"Das wird ein besonderes Match. Ein Sieg hier würde mir sehr viel bedeuten. Aber einen Schritt muss ich noch gehen", meinte Federer, der gegen den starken Dawydenko in den richtigen Momenten zur Stelle war. "Ich habe sehr gut gspielt, wenn ich es musste. Es war wie erwartet ein großer Kampf", so Federer.

2006 verlor er in seinem ersten Paris-Finale noch in vier Sätzen gegen Nadal, 2005 war im Halbfinale gegen den Linkshänder Endstation. Diesmal kann Nadal, der eine makellose Bilanz von 19:0 in Roland Garros hat, als erster Spieler seit Björn Borg vor 27 Jahren den Hattrick schaffen. "Ich habe keine Ahnung, ob meine Chancen besser sind als im vergangenen Jahr. Aber ich hoffe, es wird anders als letztes Mal", sagte Federer.

Für den 25-Jährigen Schweizer ist es seit Wimbledon 2005 der achte Finaleinzug bei einem Grand Slam in Serie. Damit überholt er den Australier Jack Crawford, der in den 30er Jahren sieben Major-Finals hintereinander spielte. Mit einem Titelgewinn kann Federer als erst sechster Spieler der Tennisgeschichte die Trophäensammlung von allen vier Grand Slams perfekt machen. Zuletzt war das dem US-Amerikaner Andre Agassi gelungen. Zudem wäre Federer mit einem Triumph in Roland Garros aktueller Titelträger bei allen vier Majors. Und er hätte die Chance, als dritter Spieler nach Don Budge (1938) und Rod Laver (1962 und 1969) den Sieg bei allen vier großen Turnieren in einem Kalenderjahr zu schaffen. Und neben all den anderen kleinen Rekorden, die Federer immer wieder im vorbeigehen bricht, wäre er mit dem elften Grand-Slam-Sieg Rekordgewinner Pete Sampras (14) wieder ein Stück näher gerückt.

Dawydenko leistet erbitterte Gegenwehr

Dauerläufer Dawydenko setzte Federer mit präzisen Grundlinienschlägen gehörig unter Druck und spielte wie gewohnt fast fehlerlos. Im dritten Durchgang hatte er sogar drei Satzbälle, doch am Ende war es Federer, der seinen zweiten Matchball nach 3:01 Stunden verwertete.

Federer saß dann längst in der Pressekonferenz als sich Nadal und Djokovic einen nicht weniger intensiven Kampf lieferten. Letztlich behielt der kräftigere Spanier aber wie schon im vergangenen Jahr die Oberhand, als Djokovic im Viertelfinale nach zwei verlorenen Sätzen wegen Rückenproblemen hatte aufgeben müssen. Nach 2:28 Stunden verwandelte Nadal seinen ersten Matchball.

© SID

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