Tennis US-Open
Haas bricht gegen Muller ein und fliegt raus

Tommy Haas hat den Einzug in die dritte Runde der US Open verpasst. Gegen den Luxemburger Gilles Muller verlor der 30-Jährige nach klarer Führung noch 6:2, 6:2, 6:7 (5:7), 3:6, 3:6.

Gefrustet vom Zweitrunden-Aus und zermürbt von seiner Verletzungsmisere hat Tommy Haas nach dem frühesten K.o. bei den US Open seit acht Jahren die Fortsetzung seiner Karriere in Frage gestellt. "Ich werde in den nächsten Wochen entscheiden, was ich mache. Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder man greift nochmal an oder man überlegt sich, wie lange man das noch mitmacht", erklärte Haas nach dem bitteren 6:2, 6:2, 6:7 (5:7), 3:6, 3:6 in der zweiten Runde gegen den Qualifikanten Gilles Muller (Luxemburg).

Der 30-Jährige schloss sogar eine vierte Operation an der lädierten rechten Schulter nicht aus: "Denn eigentlich will ich noch weitermachen. Doch es ist mental sehr hart, wenn immer wieder Rückschläge kommen." Drei Tage nach seinem Fünfsatz-Krimi gegen Richard Gasquet (Frankreich) konnte Haas nach einer 2:0-Satzführung und einem unerklärlichen Leistungseinbruch diesmal keinen Kraftakt vollbringen. Nicht zuletzt, weil der Daviscup-Spieler erneut von Schmerzen im Schlagarm behindert wurde.

Nach den immer wiederkehrenden gesundheitlichen Problemen ist das frühe Aus bei seinem Lieblingsturnier ein neuer Rückschlag für Haas. In den vergangenen beiden Jahren hatte er in New York jeweils das Viertelfinale erreicht.

Haas ließ sich zunächst nicht von den ungeliebten Rahmenbedingungen irritieren. Bereits um elf Uhr am Vormittag und auf dem abgelegenen Court elf hatte der Weltranglisten-39., der eher die große Bühne bevorzugt, antreten müssen. Nach starkem Beginn mit druckvollen Grundschlägen verlor Haas dann im dritten Satz den Faden, während Mullers Aufschlag (insgesamt 36 Asse) immer stärker wurde.

Der in der Rangliste um 91 Ränge besser platzierte Deutsche musste im entscheidenden Satz ein Break zum 3:5 hinnehmen und erholte sich davon nicht mehr. Haas: "Dabei habe ich immer gedacht, dass ich dieses Spiel nicht verlieren kann." Zuletzt war der Rechtshänder 2000 in der zweiten Runde gescheitert. Haas hatte die diesjährigen Grand Slams in Australien und Paris wegen seiner Schulter-Operationen absagen müssen.

© SID

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