Tennis US-Open
US-Open-Aus wirft Mauresmo nicht um

Trotz der Niederlage bei den US Open ist der Französin Amelie Mauresmo das Lächeln nicht vergangen. In diesem Jahr hat die Weltranglistenerste versucht zu genießen, und nicht jedem Titel hinterher zu jagen.

Als sich Amelie Mauresmo mit einer 0:6, 6:4, 0:6-Niederlage im Halbfinale gegen Maria Scharapowa bei den US Open vom letzten Grand-Slam-Turnier 2006 verabschiedete, nahm die Französin trotz aller Enttäuschung auch ein Lächeln mit. Mauresmo ist einfach gelassener geworden.

"Ich muss Marias Sieg neidlos anerkennen. Sie hat ein gutes Match gespielt und ich nicht so, wie ich es wollte", sagte Mauresmo. Die Französin, mit 27 die älteste Halbfinalteilnehmerin in New York, rennt dem einen Triumph nicht mehr verzweifelt hinterher. Denn den großen Traum vom Grand-Slam-Titel hat sie sich zu Beginn des Jahres bei den Australian Open endlich erfüllt, in Wimbledon gleich noch mal nachgemacht - und die Stimmen, im entscheidenden Moment würde sie sowieso versagen, damit verstummen lassen.

Muss jetzt keinem Titel mehr hinterher jagen

Die Weltranglistenerste hat gelernt, mit den Erwartungen umzugehen. "Viele sagen, es würde den Druck erhöhen, wenn du die Nummer eins bist. Aber bei mir ist genau das Gegenteil der Fall: Mein Selbstvertrauen ist viel größer, und deshalb fühle ich mich viel wohler auf dem Platz", meint Mauresmo. Sie müsse jetzt ja keinen großen Titel mehr holen.

1999 war sie schon mal sehr nah dran, als sie mit 19 Jahren und ungesetzt ins Finale der Australian Open stürmte und der ganz große Triumph nur eine Frage der Zeit schien. Doch die Zeit wurde lang, und die 23 nächsten Versuche schlugen allesamt fehl. Die Wende kam laut Mauresmo beim Mastersfinale im vergangenen November in Los Angeles, als sie erstmals einen großen Titel gewann. "LA war der Schlüssel für alles", sagt Mauresmo.

Sie habe versucht, die Erfolge in diesem Jahr ganz locker zu sehen. "Ich habe kein Häkchen gemacht, welchen Titel ich nun wieder gewonnen habe. Ich habe einfach nur versucht, es zu genießen", sagt Mauresmo. Auch am Samstag wird die Weinliebhaberin nach knapp zwei Tenniswochen einen Weg dazu gefunden haben - während Scharapowa und French-Open-Siegerin Justine Henin Hardenne (Belgien) um den Titel spielten.

© SID

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