Tennis Wimbledon
Federers Rekordjagd geht weiter

Ein Sieg im Finale von Wimbledon und Roger Federer wäre mit insgesamt 15. Grand-Slam-Erfolgen alleiniger Rekordhalter. Dazu muss der Schweizer aber Andy Roddick aus dem Weg räumen.

Spätestens seit seinem Sieg bei den French Open vor vier Wochen gilt Roger Federer bei vielen Tennisexperten als der beste Spieler der Geschichte. Heute (15.00 Uhr MEZ) kann der Schweizer seiner unglaublichen Erfolgsstory nun einen weiteren spektakulären Rekord anfügen. Sollte er das Endspiel in Wimbledon gegen Andy Roddick (USA) gewinnen, wäre das sein 15. Grand-Slam-Titel.

Federer würde damit alleiniger Rekordhalter vor Pete Sampras, der ebenfalls 14-mal bei einem der vier Major-Turniere siegreich war. Er steht außerdem zum 20. Mal in einem Grand-Slam-Finale und verbesserte damit eine Bestleistung von Ivan Lendl. Sollte er am Sonntag gewinnen, würde er außerdem wieder zur Nummer eins der Weltrangliste, eine Position, die er am 18. August an den derzeit verletzten Titelverteidiger Rafael Nadal abgeben musste.

Federer: "Ich will einfach nur das Endspiel gewinnen"

"Es ist ein Wahnsinn, dass ich schon wieder Geschichte schreiben kann", sagte Federer am Tag vor dem Endspiel, "aber daran denke ich zur Zeit noch nicht. Ich will einfach nur das Endspiel gewinnen." Mit einem erneuten Triumph würde er zum sechsten Mal die wertvollste Tennistrophäe in die Höhe stemmen und damit einmal mehr als Björn Borg, aber noch einmal weniger als Sampras. Federer steht übrigens zum siebten Mal hintereinander im Wimbledonfinale, auch das ist ein Rekord.

Gegen Roddick kämpfte Federer 2004 und 2005 um den Titel an der Church Road und setzte sich jeweils souverän durch. Erst zum dritten Mal im Profi-Zeitalter treffen damit im Endspiel zwei Spieler zum dritten Mal aufeinander. Federer selbst musste sich zwischen 2006 und 2008 mit Rafael Nadal auseinandersetzen. Zwischen 1988 und 1990 spielten Boris Becker und Stefan Edberg den Titel aus. Becker gewann 1989. "Ich spiele gerne solche Klassiker-Matches", meinte Federer zum erneuten Treffen mit dem US-Amerikaner.

Die Matchbilanz favorisiert Federer eindeutig. Er führt im direkten Vergleich mit 18:2 Siegen. Zuletzt standen sich beide im Mai auf Sandplatz in Madrid gegenüber. Roddicks letzten Erfolg gab es im Frühjahr 2008 auf Hartplatz in Miami. Der Amerikaner steht insgesamt zum fünften Mal in seiner Laufbahn in einem Grand-Slam-Finale. 2003 holte er seinen einzigen Major-Titel bei den US-Open, 2006 unterlag er in New York gegen Federer.

© SID

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