Tennis Wimbledon
Haas schlägt Peya, Kiefer unterliegt Santoro

Tommy Haas hat in Wimbledon durch einen Sieg gegen Alexander Peya die zweite Runde erreicht. Ausgeschieden ist dagegen Nicolas Kiefer nach einer Niederlage gegen Fabrice Santoro.

Während Tommy Haas und Benjamin Becker bei den 123. All England Championships in Wimbledon an ihre Rasenerfolge in der Vorbereitung anknüpften und in die zweite Runde einzogen, blamierte sich Nicolas Kiefer gegen Tennis-Oldie Fabrice Santoro und musste bereits nach dem Auftaktmatch seine Sachen packen. Der Hannoveraner unterlag dem 36 Jahre alten Franzosen mit 4:6, 2:6, 2:6 und wurde dabei streckenweise vorgeführt.

Kiefer trübte damit das so gute Abschneiden der deutschen Tennisprofis, das am Abend durch die Erfolge von Mischa Zverev (Hamburg) und Philipp Petzschner (Bayreuth) komplettiert wurde. Sieben von zehn Männern haben damit die erste Runde überstanden. Zverev setzte sich gegen den Russen Dimitri Tursunow 6:4, 6:3, 3:0 (Aufgabe) durch, "Petsche" schaltete den US-Amerikaner Rajeev Ram 2:6, 6:1, 7:6 (7:3), 6:1 aus. Beide spielen in der nächsten Runde nun gegeneinander.

Haas hielt sich nur noch elf Minuten auf dem Tennisplatz auf. 14 Punkte gespielt, zwei Spiele gewonnen, dann war der Job erledigt. Mit dem 6:7 (5:7), 7:6 (7:0), 6:3, 6:4-Erfolg über den Österreicher Alexander Peya kam der 31-Jährige erst mit rund 17-stündiger Verspätung weiter. Die Spiel musste am Vorabend um 21.10 Uhr wegen Dunkelheit abgebrochen werden.

"Nervig über Nacht"

"Das war schon ein bisschen nervig über Nacht", sagte der Wahl-Amerikaner, "schon während des Spiels musste ich immer daran denken, dass die Partie möglicherweise abgebrochen wird. Das sollte bei einem Grand-Slam-Turnier eigentlich nicht so sein."

Kiefer war nach seiner Pleite völlig am Ende. Mit leeren Augen und leiser Stimme versuchte er eine Erklärung. "Ich wusste zwar, was mich erwartet, aber ich war zu langsam, habe schlecht zum Ball gestanden und er wusste auf alles eine Antwort", sagte der Niedersachse, "das ist sehr frustrierend, eine sehr tiefe Wunde. Ich muss jetzt erst mal ein paar Tage nachdenken."

Sein langjähriger Weggefährte Haas kam mit der Empfehlung des Sieges beim Vorbereitungsturnier in Halle/Westfalen an die Church Road und konnte diesen Schwung ebenso mitnehmen wie Becker. Der Saarländer aus Orscholz hatte in der letzten Woche die Veranstaltung in 's-Hertogenbosch gewonnen und spielte auch bei seinem 6:4, 6:4, 6:1-Erfolg über den Kroaten Rokko Karanusic souverän auf. Er bekommt es am Donnerstag mit dem Österreicher Jürgen Melzer zu tun. Für Björn Phau war in der ersten Runde Endstation: 6:4, 1:6, 6:7 (3:7), 6:2, 3:6 gegen den Rumänen Victor Crivoi.

"Llodra hat einen gefährlichen Linkshänderaufschlag"

Haas war froh, dass er relativ schnell gegen den österreichischen Doppelspezialisten Peya fertig war. Er muss schließlich schon am Mittwoch wieder gegen Michael Llodra ran. "Die beiden Spiele heute waren umkämpft und eng", sagte er und gab zu: "Das wird auch ein schwieriges Spiel. Llodra hat einen gefährlichen Linkshänderaufschlag". Allerdings hat er in bislang drei Matches noch keinen Satz gegen den Franzosen verloren.

An den ersten Turniersieg auf Rasen vor zwei Wochen denkt er angeblich nicht mehr. Zu viel Negatives hat er in Wimbledon in all den Jahren erlebt. "Nein, mein Verhältnis zu Rasen hat sich eigentlich nicht verbessert", so Haas, "ich schaue nur noch von Spiel zu Spiel, das ist mein einziges Ziel."

© SID

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