Tennis Wimbledon
Mauresmo besteigt Wimbledon-Thron

Amelie Mauresmo hat die 120. All England Championships gewonnen. Im Finale sicherte sich die Französin durch einen 2:6, 6:3, 6:4-Sieg über Justine Henin-Hardenne aus Belgien zum ersten Mal den Wimbledon-Titel.

Als erste Französin seit der legendären Suzanne Lenglen hat Amelie Mauresmo den Wimbledon-Titel gewonnen und damit gleichzeitig den "Karriere-Grand-Slam" von Justine Henin-Hardenne verhindert. Die Weltranglisten-Erste setzte sich im Finale der 120. All England Championships mit 2:6, 6:3, 6:4 gegen die French-Open-Siegerin durch und feierte damit den zweiten Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier in ihrer Karriere.

"Ich wollte diese Trophäe so sehr", sagte die Weltranglisten-Erste, nachdem ihr der Herzog von Kent die silberne Venus Rosewater Dish überreicht hatte, "dies ist so ein großer Moment für mich, dieser Preis ist so speziell".

Ihren ersten Major-Titel zu Beginn des Jahres in Australien hatte sie ebenfalls gegen Henin-Hardenne gewonnen, als die Wallonin in Melbourne mit Magenkrämpfen im zweiten Satz aufgeben musste. "Ich bin froh, dass es diesmal ein richtiges Match war", meinte die Siegerin, die noch vor der Siegerehrung auf die Tribüne geklettert war, um Coach Loic Courteau, Freunde und Familie innig zu umarmen: "Dies ist ein großer Moment für mich, ich möchte mich bei allen bedanken, die mir dabei geholfen haben - Merci beaucoup!"

Mauresmo erhielt für den 23. und bedeutendsten Turniersieg ihrer Karriere auch einen Scheck über umgerechnet 903 000 Euro. Henin-Hardenne, die bereits 2001 im Wimbledon-Finale gescheitert war, musste sich mit etwa 451 400 Euro trösten. Sie hat durch die fünfte Niederlage im zehnten Match gegen Mauresmo die Chance verpasst, als zehnte Spielerin der Tennisgeschichte jedes der vier Majorturniere mindestens einmal zu gewinnen. In Paris (2003, 05, 06), New York (2003) und Melbourne (2004) war sie bereits erfolgreich.

Traditionelle Nervenschwäche besiegt

"Ich werde im nächsten Jahr wieder kommen und es erneut versuchen", sagte die 24-Jährige, "Amelie hat heute einfach besser gespielt als ich." Die Siegerin wirkte im ersten Satz noch verkrampft und fand gegen die zunächst fast fehlerlos spielende Henin-Hardenne nicht zu ihrer Form. Mit zunehmender Spieldauer aber konnte sich Mauresmo mit konsequentem Serve- und Volleyspiel steigern, während ihre Gegnerin immer weiter abbaute.

Die alte Nervenschwäche, wegen der Mauresmo zuvor bereits dreimal in Wimbledon-Halbfinals gescheitert war, hat sie seit ihrem Erfolg beim Mastersfinale im November in Los Angeles nun wohl endgültig abgelegt. "Ich will niemanden mehr über meine Nerven reden hören", sagte sie. Nach 2:01 Stunden nutzte sie ihren ersten Matchball zum größten Triumph ihrer Laufbahn.

© SID

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