Tennis Wimbledon
Safina stoppt Lisickis Siegeszug in Wimbledon

Sabine Lisicki hat den Halbfinal-Einzug in Wimbledon knapp verpasst. "Ich hatte ein tolles Turnier", war die Berlinerin nach dem 7:6, 4:6, 1:6 gegen Dinara Safina dennoch zufrieden.

Sabine Lisicki lächelte nach dem geplatzten Traum die Enttäuschung weg. Gerade war die Berlinerin im Viertelfinale der 123. All England Championships in Wimbledon mit 7:6 (7:5), 4:6, 1:6 an Dinara Safina gescheitert und verpasste es damit, als erste deutsche Spielerin seit ihrem Idol Steffi Graf 1999 wieder die Vorschlussrunde des bedeutendsten Tennisturniers der Welt zu erreichen.

"Sie war physisch fitter als ich"

Dennoch suchte sie nach dem Match das Positive an den vergangenen neun Tagen. "Ich hatte ein tolles Turnier, ich habe bewiesen, dass ich die Chance habe, gegen die Top-Spielerinnen zu gewinnen", sagte die 19-Jährige und strahlte fröhlich in die Runde. Trübsal zu blasen gehört nicht zu ihrem Programm, statt dessen geht es darum, die Lehren aus dem Grand-Slam-Turnier umzusetzen: "Ich bin an meiner fehlenden Erfahrung und an der Fitness gescheitert."

Lisicki konnte gegen Safina zahlreiche Chancen nicht nutzen und verpasste gegen ihre lange Zeit enttäuschend spielende Gegnerin die durchaus mögliche Überraschung. Die French-Open-Finalistin leistete sich unter anderem zwölf Doppelfehler und wirkte nervlich angeschlagen. "Sie war physisch fitter als ich, das war der Unterschied. Schon im zweiten Satz war ich oft einen Schritt zu spät", erklärte Lisicki, "ich war schließlich das erste Mal in der zweiten Woche bei einem Grand-Slam-Turnier und weiß jetzt, woran ich noch arbeiten muss."

Platz 26 als Lohn

Lisicki rückt trotz der Niederlage erstmals auf Platz 26 der Weltrangliste vor und kassiert ein Preisgeld 113 000 Euro. "Ich habe damit schon ein Ziel erreicht, das ich mir für das Jahr gesteckt habe", erklärte die Berlinerin: "Unter den Top-30 bin ich bei den US-Open gesetzt. Dann kann ich nicht in den ersten Runden eine der absoluten Topspielerinnen bekommen."

An der Church Road schaltete sie die gesetzten Spielerinnen Anna Tschakwetadse (Russland), French-Open-Siegerin Swetlana Kusnetsowa (Russland) und Caroline Wozniacki (Dänemark) aus, bevor dann gegen Safina Endstation war. "Die ersten beiden Sätze verliefen sehr ausgeglichen, spielerisch war ich absolut dabei", sagte sie.

Starker erster Satz

Lisicki begann die Partie mit großem Selbstvertrauen und punktete oft mit ihrem starken Aufschlag. Im ersten Satz war sie die bessere Spielerin und schlug nach einem Break zum 2:1 bei 5:4 bereits zum Satzgewinn auf, hatte dann aber offensichtlich Probleme mit ihren Nerven. Trotzdem konnte sie den Tiebreak für sich entscheiden. Im zweiten Satz genügte der nun besser werdenden Russin ein Break zum 4:3, um den Durchgang für sich zu entscheiden. Im dritten Satz nahmen die Fehler bei Lisicki weiter zu, sodass Safina am Ende doch noch deutlich dominierte.

Bei Sabine Lisicki ließen dagegen immer mehr die Kräfte nach, sie wurde beim Stand von 1:4 mehrere Minuten lang unter anderem mit dicken Eisbeuteln an der rechten Wade behandelt. "Ich muss an meiner Fitness arbeiten", meinte Lisicki. In den USA hat sie einen Coach dafür. Sommerferien sind also nicht drin. Lisicki will weiter nach vorne. Das Fernziel Nummer eins der Welt bleibt. Und überhaupt. "Es hat alles sehr viel Spaß gemacht", sagte sie. Und lächelte.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%