Tennis Wimbledon
Titelverteidiger Nadal muss in Wimbledon passen

Wegen einer Verletzung hat Titelverteidiger Rafael Nadal seinen Start beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon abgesagt. Der Spanier leidet schon seit längerem an einer Knieverletzung.

Der Weltranglistenerste und Titelverteidiger Rafael Nadal hat verletzungsbedingt seinen Start beim am Montag beginnenden Grand-Slam-Turnier in Wimbledon abgesagt. "Leider werde ich in diesem Jahr nicht in Wimbledon spielen können", sagte der 23-Jährige am Freitagabend auf einer eigens anberaumten Pressekonferenz.

"Das war eine der schwierigsten Entscheidungen meiner Karriere. Ich habe alles versucht, hart gearbeitet in den letzten Wochen, um in Form zu kommen", so Nadal weiter. Im Spiel gegen Wawrinka "habe ich mich nicht schlecht gefühlt, aber ich war nicht auf meinem besten Niveau."

Der Spanier leidet bereits seit mehreren Wochen an einer Knieverletzung, die bereits einen Start beim Vorbereitungsturnier in Queens verhindert hatte. Zwar absolvierte Nadal am Donnerstag und Freitag zwei Tests gegen den Australier Lleyton Hewitt und den Schweizer Stanislas Wawrinka, jedoch verlor der Weltranglistenerste beide Spiele und wirkte besonders bei der Niederlage gegen Hewitt stark gehandicapt.

Nadal könnte Position eins verlieren

Durch sein Fehlen könnte Nadal auch seine Weltranglistenführung nach genau einem Jahr wieder an seinen Schweizer Dauerrivalen Roger Federer verlieren. Nach seinem Finalsieg gegen Federer im Vorjahr war Nadal erstmals an die Spitze der Weltrangliste gerückt. "Wenn ich die Nummer eins verliere, werde ich es genauso akzeptieren, wie ich es zuvor vier Jahre akzeptiert habe, die Nummer zwei zu sein", sagte Nadal. Er ist seit 2002 der erste Vorjahressieger, der in Wimbledon nicht zur Titelverteidigung antritt. Damals hatte Goran Ivanisevic bereits seine Karriere beendet.

Nadal ist seit 2002 der erste Vorjahressieger, der in Wimbledon nicht zur Titelverteidigung antritt. Damals hatte Goran Ivanisevic bereits seine Karriere beendet.

Nach Angaben des führenden Londoner Kniespezialisten John Browett sei nun die beste Lösung für Nadal, eine mehrwöchige, möglicherweise bis zu drei Monate dauernde Pause einzulegen. "Es ist eine normale Verletzung für einen Sportler und es wird seine Karriere nicht bedrohen, aber die Schmerzen können sein Spiel beeinflussen", sagte Browett der Nachrichtenagentur Reuters.

Nun scheint der Weg frei zu sein für den Weltranglistenzweiten Federer aus der Schweiz. Im vergangenen Jahr hatten sich Federer und Nadal ein hochdramatisches Finale geliefert, bei dem der Schweizer erstmals von seinem Dauerrivalen auf Gras bezwungen worden war. Bereits bei den French Open hatte Federer seine Klasse gezeigt und sich erstmal den Titel beim einzigen Grand-Slam-Turnier auf Sand gesichert. Nadal war in Paris im Achtelfinale am späteren Finalisten Robin Söderling (Schweden) gescheitert.

© SID

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