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Aufsteigerin Lisicki sorgt für eine Überraschung

Sabine Lisicki hat beim WTA-Turnier Berlin die zweite Runde erreicht. Die 18 Jahre alte Fed-Cup-Spielerin schlug die an Nummer 14 gesetzte Shahar Peer nach 80 Minuten 7:5 und 6:1.

Nachwuchshoffnung Sabine Lisicki hat bei den Qatar Telecom German Open in ihrer Heimatstadt Berlin für Furore gesorgt. Die 18-Jährige setzte den Aufwärtstrend der letzten Monate fort und gewann im Steffi-Graf-Stadion gegen die in an Nummer 14 gesetzte Israelin Shahar Peer mit 7:5, 6:1. Bei dem mit 1,34 Mill. Euro dotierten Turnier sind noch vier weitere Spielerinnen des Deutschen Tennis Bundes (DTB) am Start.

Durch den Erfolg nach einer starken Leistung in 80 umkämpften Minuten wird Lisicki in der nächsten Weltrangliste erstmals in den Top 100 geführt und ist ihrem großen Ziel, einem Platz in den Top 50 noch in diesem Jahr, einen großen Schritt näher gekommen.

"Ich war so nervös"

"Ich war so nervös. Ich mache mir immer so viel Druck, aber ich wollte hier auch unbedingt gewinnen. Das Turnier in Berlin ist für mich etwas ganz Besonderes. Hier trainiere ich seit sieben Jahren", sagte Lisicki, die mit ihrer Familie im Stadtbezirk Hohenschönhausen lebt. In der zweiten Runde trifft die Blondine, in der aktuellen Weltrangliste die Nummer 102, auf Sybille Bammer (Österreich), die sich mit 6:1 und 6:2 gegen Michaella Krajicek (Niederlande) durchsetzte.

Von Beginn an setzte Lisicki ihre Gegnerin mit präzisen Aufschlägen und einem variablen Spiel unter Druck. Zudem bewies die Spielerin vom gastgebenden Lttc Rot-Weiß Berlin ein großes Kämpferherz und ließ sich auch von einem 2:4-Rückstand im ersten Satz nicht aus dem Rhythmus bringen. "Beim 3:4 war die entscheidende Phase. Ich wurde besser und habe schließlich den Satz zugemacht", sagte Lisicki.

Im zweiten Satz hatte sie Peers Gegenwehr früh gebrochen und sorgte mit 6:1 für ein rasches Ende. "Das zeichnet sie aus. Sie kämpft wie ein Löwe und will immer gewinnen", sagte Vater und Trainer Richard, ein promovierter Sportwissenschaftler. "Ein Sieg gegen so gute Spielerinnen wie Peer zeigt mir, dass ich nicht so weit von ihnen entfernt bin", meinte Lisicki.

In ihrer Heimatstadt wollte die 18-Jährige vor den Augen ihrer Eltern und vieler Bekannter ihre gute Form der letzten Monate bestätigen. Auch den anfänglichen Lärm durch kreischende Schulklassen im Steffi-Graf-Stadion schüttelte sie schnell ab. "Damit hatte Shahar mehr Probleme", sagte Lisicki, die sich inzwischen einen Namen im Tennis gemacht hat: "Es hat sich schon einiges geändert. Ich werde mittlerweile anders wahrgenommen. Viele Top-Spielerinnen, die mich im letzten Jahr noch nicht kannten, sprechen jetzt mit mir."

Qualifikation bleibt Lisicki in Paris erspart

Bei den Australian Open zu Beginn des Jahres machte der Teenager aus der Hautstadt mit dem Erreichen der dritten Runde erstmals auf der großen Tennis-Bühne auf sich aufmerksam. In Miami ging es sogar bis ins Achtelfinale. Bei den French Open Ende Mai in Paris muss Sabine Lisicki nicht mehr durch die anstrengende Qualifikation.

"Das ist schon ein großer Vorteil. Ich hoffe, dass ich dort einen weiteren Schritt nach vorne machen kann", sagte die Berlinerin. Seit einigen Jahren trainiert sie regelmäßig in der berühmten Tennis-Akademie von Nick Bollettieri in Bradenton/Florida, wo sie unter anderem von einem Mentaltrainer betreut wird. "So etwas muss heute einfach sein. Das hat ihr viel gebracht", sagte Vater Richard.

© SID

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