Tennis WTA
Hingis meldet sich im Konzert der Großen zurück

Die Schweizerin Martina Hingis hat das WTA-Turnier von Rom gewonnen. Im Finale setzte sich die ehemals weltbeste Tennis-Spielerin mit 6:2, 7:5 gegen die Russin Dinara Safina durch.

Martina Hingis hat nach über vier Jahren wieder ein Turnier auf der WTA-Tour gewonnen. Die 25-Jährige aus der Schweiz schaffte in Rom mit einem 6:2, 7:5-Finalerfolg über Dinara Safina aus Russland die vorläufige Krönung ihres Comebacks nach rund dreijähriger Verletzungspause.

Zuletzt hatte die frühere Weltranglistenerste im Februar 2002 in Tokio ein Turnier gewonnen. Mit ihrem 41. Karrieretitel in Rom spielte sie sich auch in die Favoritenrolle für die French Open ab kommenden Sonntag in Paris. Paris ist das einzige Grand-Slam-Turnier, das Hingis noch in ihrer Titelsammlung fehlt. Insgesamt hat sie 14 Erfolge (5 Einzel/9 Doppel) bei den größten Turnieren zu Buche stehen.

Seit Ende 2002 hatte Hingis wegen chronischer Knöchelprobleme kein Turnier mehr bestritten, ehe sie Ende 2005 in Pattaya erstmals wieder zum Schläger griff und mit Beginn dieses Jahres endgültig ihr Comeback startete. Im elften Turnier seit ihrer Rückkehr stand sie am Sonntagnachmittag in Rom nun erstmals wieder ganz oben. In der italienischen Hauptstadt triumphierte sie zum zweiten Mal nach 1998.

Eine aus der alten Garde

Seitdem steht längst eine andere Generation von Spielerinnen auf dem Platz. Hingis, die am 31. März 1997 im Alter von 16 Jahren und sechs Monaten als jüngste Spielerin erstmals an die Spitze der Weltrangliste geklettert war, bezeichnet sich selbst als eine aus der alten Zeit. Die frühere Verbissenheit ist bei der technisch überragenden Rechtshänderin offenbar längst der puren Freude am Tennis gewichen. Die Fans in aller Welt begrüßen sie auf ihrer Comeback-Tour mit herzlichem Applaus.

Und selbst in Paris freuen sich die Zuschauer auf die Hingis-Rückkehr. Dabei war sie in der Stadt der Liebe lange nicht gerade Publikumsliebling. Nach ihrer denkwürdigen Finalniederlage gegen Steffi Graf 1999 pfiffen die Franzosen sie gnadenlos aus, nun werden sie sie als eine der Attraktionen des Turniers freundlichst empfangen.

Auch formal rückt Hingis, die schon vor Rom den 21. Platz der Weltrangliste inne hatte, immer dichter an die Besten der Welt heran. Die Rückkehr in die Top zehn scheint nur eine Frage der Zeit. Dort kennt Hingis sich so gut aus wie keine andere aktive Spielerin auf der Tour. Insgesamt 209 Wochen war "Miss Swiss" die Nummer eins, nur Steffi Graf (377), Martina Navratilova (331) und Chris Evert (262) standen länger ganz vorne.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%