Tour de France
Sprinter wie Greipel haben es heute schwer

Die Sprinter sind heute bei der Tour de France eher außen vor. André Greipel, der am Sonntag gewann, muss auf seine nächste Sieg-Chance wohl warten. Denn insbesondere der Schlussanstieg der Etappe hat es in sich.
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Zu Beginn der Tour de France stehen traditionell die Sprinter im Rampenlicht. Der völlig flache 166-Kilometer-Kurs von Utrecht nach Zélande war so recht nach dem Geschmack von Ex-Weltmeister Mark Cavendish und Alexander Kristoff. Auch John Degenkolb und Peter Sagan lauerten in Abwesenheit des Supersprinters Marcel Kittel auf ihre Chance.

Die letzten 36 Kilometer führten direkt am Nordseestrand entlang und waren sehr windanfällig. Damit kam der zweifache deutsche Meister André Greipel am besten zurecht. Die dritte Etappe findet heute auf belgischem Terrain statt – und ist nicht so ganz nach dem Geschmack der Sprinter. Über 157 Kilometer geht es von Antwerpen nach Huy.

Der Weg hinauf zum Ziel ist nur 1,3 Kilometer lang, aber im Durchschnitt neun Prozent steil. Gegen Ende sind es sogar 19 Prozent. Gefragt sind damit Kletterer wie der Spanier Alejandro Valverde (Movistar). Die Sprinter, die am Sonntag das Finish dominierten, könnten es dagegen schwer haben. Sie müssen wohl auf weitere Chancen in den nächsten Tagen warten.

Die Favoriten unter den Sprintern im Vergleich:

ANDRÉ GREIPEL: Der 32 Jahre alte Rostocker hat seinen insgesamt achten Tour-Etappensieg im Visier. Sein vermeintlicher Hauptrivale in Zélande, Mark Cavendish, ist nicht unbedingt sein bester Freund. Als sie bei HTC Columbia noch in einem Team waren, hatte der Brite immer den Tourstart Greipels verhindern können.

Heftige Wortwechsel sind legendär - aber inzwischen ist das Schnee von gestern. Inzwischen respektieren sie sich. Greipel hat gute Siegchancen und kommt mit neun Saisonerfolgen in die Tour. Zuletzt gewann er sogar die Gesamtwertung der ZLM-Toer.

André Greipel führt das neunköpfige Aufgebot des belgischen Radrennstalls Lotto-Soudal bei der Tour de France an. Im Kampf um Etappensiege auf den Flachstücken hat der gebürtige Rostocker seine wichtigsten Helfer Marcel Sieberg (Bocholt), Greg Henderson (Neuseeland) und Jens Debusschere (Belgien) zur Seite gestellt bekommen.

„Die Auswahl basiert auf Vertrauen. André Greipel bleibt eine der Säulen in unserem Team. Seit 2011 hat er immer mindestens eine Etappe gewonnen. Auch wenn es in diesem Jahr weniger Sprint-Gelegenheiten gibt, ist dies die größte Chance, eine Etappe zu gewinnen“, sagte Teamchef Marc Sergeant. Für Greipel ist es die fünfte Teilnahme an der Frankreich-Rundfahrt in Serie.

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