Triathlon Ironman
Stadler gibt sich optimistisch für Hawaii

Am Samstag geht der Ironman-Triathlon auf Hawaii über die Bühne. Titelverteidiger Normann Stadler gibt im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (sid) einen Ausblick auf den härtesten Wettkampf des Jahres.

Triathlet Normann Stadler hofft am Samstag auf den dritten Sieg beim Ironman auf Hawaii. Der Titelverteidiger sieht sich im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid) bestens gerüstet für den härtesten Wettkampf und hält neben Faris Al Sultan und Chris Mccormack das schwüle Klima und den hawaiianischen Wind für die größten Widersacher.

sid: "Klappt es am Samstag nach 2004 und 2006 mit dem dritten Streich beim Ironman auf Hawaii?"

Normann Stadler: "Na, das will ich doch schwer hoffen. Die Chancen, wieder vorne dabei zu sein, sind gut."

sid: "Wen sehen Sie als härteste Konkurrenten?"

Stadler: "Das werden die üblichen Verdächtigen sein - in erster Linie Faris Al Sultan und der Australier Chris Mccormack. Ich denke, dass es ein hartes Rennen geben wird, auch von den Bedingungen her. Der Wind bläst stark, es ist sehr schwül."

sid: "Haben Sie im Vorfeld etwas geändert oder ist bei der Vorbereitung alles beim Alten geblieben?"

Stadler: "Im Prinzip bin ich meiner Linie treu geblieben. Hier auf Hawaii wohne ich etwas außerhalb. Wenn der Trubel zu groß wird, kann ich einfach weg und mich entspannen. Zur Vorbereitung war ich wieder in San Diego - mit dem Unterschied, dass diesmal meine Kollegen Jan Raphael und Markus Fachbach mit dabei waren."

sid: "Sie haben etwas mehr Verantwortung übernommen, weil Sie unter anderem die Trainingspläne für alle drei ausgearbeitet haben. Ist das die logische Konsequenz als zweimaliger Hawaii-Sieger?"

Stadler: "Das sollte man nicht zu hoch bewerten. Wichtig war, dass wir in der Vorbereitung alle voneinander profitiert haben."

sid: "Allerdings lief nicht alles glatt. Sie hatten mit einer Erkältung zu kämpfen. Wie stark hat das beeinflusst?"

Stadler: "Das war nicht so wild. Man ist halt immer am Limit. Da bekommt man schnell ein Kratzen im Hals, das war bei mir fast in jedem Jahr so. Wir können ja aber nicht so ohne weiteres Medizin nehmen. Ich gehe da auf Nummer sicher und nehme etwas auf Kräuterbasis."

sid: "Stichwort Doping. Halten Sie den Anti-Doping-Kampf bei den Eisenmännern für ausreichend?"

Stadler: "Ich kann da zunächst einmal nur für mich und mein Team sprechen. Wir lassen Blut- und Steroidprofile sowie DNA-Proben hinterlegen. Auf unserer Team-Website werden regelmäßig Daten veröffentlicht, wer wann kontrolliert worden ist. Mehr kann man als Athlet nicht machen. Wir sitzen wirklich im Glashaus."

sid: "Aber das ist kein internationaler Standard, oder?"

Stadler: "Es wäre mit Sicherheit wünschenswert, wenn alle Athleten gleichen Kontrollen unterzogen werden würden."

sid: "Auf der olympischen Distanz hat zuletzt bei der WM in Hamburg Daniel Unger triumphiert. Hawaii war durch Ihre beiden Erfolge sowie durch den Sieg von Faris Al Sultan in den Vorjahren ebenfalls fest in deutscher Hand. Ist das überhaupt noch zu toppen?"

Stadler: "Es ist wirklich großartig, wie sich der Triathlon in Deutschland entwickelt hat. Und die Resonanz in der Öffentlichkeit ist entsprechend. Ich sehe das sowohl an den vielen Fan-Zuschriften als auch an den Medienanfragen. Das Interesse ist riesengroß."

sid: "Der Druck entsprechend auch?"

Stadler: "Ich kann mit diesem Druck gut umgehen. Ich freue mich ja über die größere Aufmerksamkeit."

sid: "Also können Sie auch vor dem Wettkampf gut schlafen?"

Stadler: "Ich kann immer gut schlafen, weil ich so kaputt vom Training bin."

© SID

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