Triathlon WM
Deutsche Triathletinnen verpassen WM-Medaille

Bei der Heim-WM in Hamburg war keiner deutschen Triathletinn eine Medaille vergönnt. Beste Deutsche wurde Ricarda Lisk als Fünfte, klare Siegerin wurde Vanessa Fernandes aus Portugal.

Für eine Medaille hat es für die deutschen Triathletinnen bei der Heim-WM in Hamburg nicht gereicht. Dennoch konnte die Deutsche Triathlon Union (DTU) mit drei Platzierungen unter den "Top Ten" das beste WM-Ergebnis der Geschichte feiern. "Für mich war es bislang der Höhepunkt meiner Karriere. Ich bin sehr glücklich", meinte Ricarda Lisk, die beim Triumph der Portugiesin Vanessa Fernandes als beste Deutsche wie bei der EM vor zwei Monaten Rang fünf belegte.

Trotz der Unterstützung der rund 200 000 Zuschauer fehlten Lisk nach 1500m Schwimmen in der Alster sowie 40km Radfahren und 10km Laufen durch die Hamburger Innenstadt 22 Sekunden zu Bronze. Die Waiblingerin konnte sich allerdings ebenso mit dem Ticket für Olympia im nächsten Jahr in Peking trösten wie Routinier Anja Dittmer. Die 31-Jährige aus Neubrandenburg lief bei ihrer 14. WM-Teilnahme mit einem fulminanten Schlussspurt zehn Sekunden hinter Lisk auf Rang sechs. Joelle Franzmann aus Saarbrücken (1:55:15) wurde Achte, muss als dritte Deutsche jedoch weiter um die Qualifikation für Olympia bangen.

Das Maß aller Dinge war Fernandes. Die viermalige Europameisterin, die auch im Vorjahr beim Weltcup in der Elbmetropole gewonnen hatte, triumphierte in 1:53:27 Stunden und holte sich ihren ersten WM-Titel. "Für mich ist ein Traum wahr geworden", sagte Fernandes jubelnd. Die 21-Jährige, die schon 16 Weltcup-Siege gefeiert hat, verwies Titelvereidigerin Emma Snowsill aus Australien (1:54:31) und die US-Amerikanerin Laura Bennett (1:54:36) souverän auf die Plätze zwei und drei und sicherte sich die Siegprämie von 40 000 Dollar.

Lisk lange auf WM-Kurs

Lange sah es nach der ersten deutschen WM-Medaille nach Bronze 1995 durch Ralf Eggert aus. Franzmann wechselte als Erste nach dem Schwimmen auf das Rad. Lisk ging schließlich als Führende auf die Laufstrecke. "Ich habe die Flucht nach vorn versucht. Leider hat es für Edelmetall nicht ganz gereicht", erklärte Lisk: "Aber jetzt kann ich mich ganz auf Peking konzentrieren."

Am Sonntag (15.00 Uhr/live im ZDF) streben die Männer einen Podiumsplatz an. Als Mitfavorit gilt vor allem der nationale Titelträger und Vize-Europameister Jan Frodeno aus Saarbrücken.

Alle 95-Doping-Tests negativ

Vor dem Rennen der Frauen gab die DTU bekannt, dass alle 95 so genannten "Pre-Race-Proben" bei den Männern, Frauen, Junioren und U23-Startern negativ waren. In sechs Fällen waren aufgrund der Grenzwerte zusätzliche Urintests durchgeführt worden, die jedoch ebenfalls negativ ausfielen. "Die Resultate sind erfreulich und bestätigen die ungeheuren Anstrengungen der DTU für eine saubere WM", erklärte DTU-Präsident Klaus Müller-Ott.

© SID

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