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UCI sieht sich im Fall Armstrong machtlos

Zumindest vom Radsport-Weltverband UCI muss der unter Dopingverdacht stehende Lance Armstrong keine Sanktionen befürchten. Eine Strafe gegen Armstrong hält UCI-Chef Hein Verbruggen für "nicht möglich".

Sanktionen gegen den unter Doping-Verdacht stehenden siebenmaligen Tour-de-France-Sieger Lance Arnstrong hat Hein Verbruggen, Präsident des Radsport-Weltverbandes UCI, als "nicht möglich" eingeschätzt. In einem Interview mit der französischen Tageszeitung Le Figaro sagte der Niederländer, es könnten nur Sanktionen ergriffen werden, die von der Antdoping-Weltagentur Wada vorgesehen seien. Dazu sind jedoch A- und B-Probe nötig. "Es ist nicht klug, jemanden zu verurteilen, der nie in einem ordentlichen Verfahren positiv getestet worden ist", erklärte der UCI-Präsident.

Die französische Sportzeitung "L´Equipe" hatte am 23. August enthüllt, 2004 im Labor in Chatenay-Malabry bei Paris vorgenommene Tests hätten in sechs eingefrorenen B-Proben des US-Amerikaners von 1999 Epo nachgewiesen. Zur Zeit der Probeentnahme vor sechs Jahren war die Nachweismethode für Epo noch nicht ausgereift, das Mittel jedoch bereits weit verbreitet. Armstrong hatte stets vehement bestritten, jemals unerlaubte Mittel genommen zu haben.

Die UCI schickte an die Wada und das Labor sechs Fragen. Aufklärung möchte sie darüber, wer die nachträgliche Untersuchung und die Veröffentlichung der Resultate angeordnet hat, wie dies ohne Zustimmung des Fahrers möglich gewesen sei, warum auch die UCI nicht informiert wurde und ob die Wada den eigenen Anti-Doping-Code brach, indem sie den Schritt selbst autorisiert habe. Die UCI griff zudem Pound an, weil er Armstrong öffentlich schuldig gesprochen habe. Armstrong seinerseits hatte stets vehement bestritten, jemals unerlaubte Mittel genommen zu haben.

© SID

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