Verdacht auf gewerbsmäßigen Betrug
Schiedsrichter Marks muss in U-Haft

Fußball-Schiedsrichter Dominik Marks muss im Zuge des Manipulationsskandals in Untersuchungshaft. Dies entschied eine Ermittlungsrichterin am Berliner Amtsgericht Tiergarten am Donnerstagnachmittag.

HB BERLIN. Er stehe unter dem Tatverdacht des "gewerbsmäßigen und bandenmäßigen Betruges in drei Fällen" und "der versuchten Verabredung von Verbrechen und Geldwäsche", erklärte der Pressesprecher des Generalstaatsanwaltes, Michael Grunwald. Marks hat bisher alle Vorwürfe bestritten.

Marks soll laut Staatsanwaltschaft 2004 an der Manipulation von drei Fußballspielen beteiligt gewesen sein, auf deren Ergebnisse der mitbeschuldigte Ante S. Wetten abgeschlossen hatte. Im Mittelpunkt der Vorwürfe steht das von dem Berliner geleitete Zweitligaspiel Karlsruher SC - MSV Duisburg (0:3) am 3. Dezember, für das er angeblich 30 000 Euro erhalten haben soll. Die von Marks gepfiffene Regionalliga-Partie Hertha BSC/Amateure - Arminia Bielefeld/Amateure (2:1) vom 11. August 2004 war vom DFB am 3. März wegen erwiesener Manipulation annulliert und neu angesetzt worden.

Der dringende Tatverdacht gegen Marks folge nach Angaben der Staatsanwaltschaft aus den "glaubhaften Angaben Robert Hoyzers, die mit weiteren objektiven Beweismitteln in Einklang stehen". Der im Mittelpunkt der Affäre stehende Schiedsrichter Hoyzer war am 12. Februar wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft genommen und nach weiteren Geständnissen am 25. Februar wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

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